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Dinslaken
Mit der Fernsehkamera vor dem Altar

Dinslaken: Mit der Fernsehkamera vor dem Altar
Das ZDF strahlte den Gottesdienst aus Dinslaken live aus - mit viel Technik in der Kirche. FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. Das ZDF übertrug am Sonntag den Gottesdienst aus der Hiesfelder Heilig-Geist-Kirche.

Am Sonntagmorgen herrscht schon lange vor Beginn des Gottesdienstes Hochbetrieb in der Heilig-Geist-Kirche. Schon vor neun Uhr sind die ersten Gottesdienstbesucher da und nehmen ihre Plätze ein. Die aktiven Beteiligten des Gottesdienstes werden mit Mikrofonen ausgerüstet und dürfen dann in die Maske. Eine ungewohnte Situation, auch für Kaplan Bernd Holtkamp, der das Schminken bereits hinter sich hat. "Ich habe den Eindruck, dass ich ohne das passende Licht aussehe, wie eine Leiche", kommentiert er sein Äußeres.

Inzwischen begrüßt Zisterzienserpater Dr. Lukas Rüdiger von der katholischen Fernseharbeit die Besucher der Kirche. "Wir machen hier keine Show, sondern feiern einen Gottesdienst", erklärt er. Dazu kommen letzte Tipps für die Fernsehaufnahme: Mobiltelefon ausschalten, nicht in die Kamera schauen oder winken - und die Lieder mitsingen. "Falls Sie nicht singen können, bewegen sie einfach nur die Lippen", sagt Dr. Lukas Rüdiger. Die Besucher lachen mit und singen dann noch Lieder zur Einstimmung auf den Gottesdienst.

In letzter Minute kommen noch einige weitere Besucher in die Kirche und füllen die Reihen. Auf ein Zeichen von Produktionsleiterin Elvira Stolzenberger begrüßt Dechant Gregor Kauling die Gemeinde in der Kirche und vor den Fernsehgeräten im ganzen Land. Dann übernehmen die Kameras die Kontrolle. Lautlos gleiten die großen Aufnahmegeräte an den beiden Seiten der Zuschauer entlang und durch den Mittelgang der Kirche. Die Kameramänner fangen immer neue Blickwinkel und Details ein. Rote Lichter an den Aufnahmeapperaten zeigen, welche Kamera gerade ein Bild an die Zuschauer vor den Fernsehgeräten liefert.

Die Übertragung der Messe gelingt ohne Pannen und Versprecher, wohl auch, weil alle Beteiligten ihre Aufgaben mehrfach geprobt haben. Nur die Spende der Kommunion muss aus Zeitgründen für die meisten Besucher des Gottesdienstes nach der Messe stattfinden.

Als die Kameras ausgehen und an die Seite der Kirche gefahren werden, dankt Dechant Gregor Kauling allen Beteiligten. "Wir sind jetzt wieder unter uns! Dank Euch allen", ruft er und die Gäste in der Kirche applaudieren den aktiv beteiligten Seelsorgern und ehrenamtlichen Helfern. Der leitende Seelsorger der Pfarrei ist zufrieden mit dem Gottesdienst. "Es hat alles wunderbar funktioniert", sagt Gregor Kauling. "Wir sind in den vergangenen Tagen hier wirklich zusammengewachsen - wie eine kleine Familie."

Da fällt es auch nicht ins Gewicht, dass die Kirche nicht ganz gefüllt war, wie es einige erwartet hätten. "Es hätten sicher noch mehr Menschen da sein können. Auf der anderen Seite war das ein sehr realistisches Bild, wenn es um Gottesdienstbesucher geht", sagt Gregor Kauling.

(fla)
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