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Voerde
Mit fliegenden Ohren in acht Sekunden zum Sieg

Voerde: Mit fliegenden Ohren in acht Sekunden zum Sieg
Kaum ließ Fabrizio Pistone das Halsband los, flitzte Sky davon. FOTO: Gerd Hermann
Voerde. Der SV OG Friedrichsfeld-Hünxe veranstaltete zum sechsten Mal ein "Hunderennen für Jedermann". Vom Pinscher bis zum Pudel ist hier alles am Start. Von Corinna Meinold

Das rotweiße Absperrband flattert im Wind. Auf der Wiese, auf der sonst der Gebrauchshundesport des SV OG Friedrichsfeld-Hünxe stattfindet, wartete am Sonntag eine 60 Meter lange Rennstrecke auf schnelle Vierbeiner. Das "Hunderennen für Jedermann" ist im sechsten Jahr mittlerweile zu einer festen Veranstaltung im Terminkalender des Vereins geworden - und vom Pinscher bis zum Pudel ist die ganze Hundefamilie vertreten. "Jeder Hund kann teilnehmen", sagt Karl-Heinz Keune, Schriftwart des Vereins, "es ist keine Vorbildung für Hund und Herrchen notwendig." Denn der Spaß steht im Vordergrund.

Als der Verein vor ein paar Jahren auf das neue Gelände an der Alten Bühler Straße umgezogen ist und ein neuer Übungsplatz aufgebaut wurde, entstand die Idee für das Hunderennen, schließlich laufen Hunde gerne und es wird immer gut angenommen: Um die 60 Teilnehmer sind meistens am Start. In diesem Jahr waren es mit 40 angesichts der Wettervorhersage ein paar weniger, die gute Laune ließen sich aber weder Zwei- noch Vierbeiner dadurch verderben.

Einige von ihnen hatten sogar schon eine längere Anfahrt hinter sich, so wie Astrid Trendel und ihre Mischlingshündin Sky. Die Wuppertalerin ist regelmäßig bei Hunderennen unterwegs und war vor zwei Jahren das erste Mal in Friedrichsfeld dabei - und sofort begeistert, denn der schön angelegte Platz und die Rennstrecke gefallen ihr gut. Nicht nur ihr.

Kurz vor dem Rennen schaut Sky ihr Frauchen aufmerksam an und als Astrid Trendel auch noch ihr Lieblingsstofftier Knuffel in die Hand nimmt, wird Sky ganz hibbelig. Astrid Trendel kennt das, am liebsten würde ihre Hündin am Start immer sofort losrennen. Daher ist sie froh, dass sie die erste Startnummer haben und macht sich auf den Weg zur Bahn.

Die Hunde starten in drei Klassen - Mini (bis 30 Zentimeter Körpergröße), Midi (bis 50 Zentimeter) und Maxi (ab 51 Zentimeter) - und absolvieren die Strecke mehrmals, die schnellste Zeit, die elektronisch gemessen wurde, zählte am Ende für das Ergebnis.

Neu war in diesem Jahr die Seniorenklasse für Hunde ab zehn Jahre. Jeder Hund läuft sein Rennen allein gegen die Uhr. Wenn mehrere Vierbeiner gleichzeitig laufen würden, bestünde die Gefahr, dass sie während des Rennens anfangen, sich zu raufen, erklärt Karl-Heinz Keune den Sicherheitsaspekt.

Mischlingshündin Sky zappelt schon ganz ungeduldig. Als das Startsignal ertönt, lässt Fabrizio Pistone ihr Halsband los und wie ein schwarz-weißer Blitz saust Sky ihrem Frauchen entgegen. Gerade einmal 5,8 Sekunden braucht sie für die 60 Meter. Das ist fast die gleiche Zeit wie vor zwei Jahren.

Damals gab es dafür einen dritten Platz. Was diese Zeit am Sonntag wert war, wusste Astrid Trendel nach dem Rennen noch nicht, doch sie war sehr zufrieden mit ihrer Hündin. Am Ende reichte es bei den Maxis für Rang vier. Zufrieden war auch Fabrizio Pistone mit seinem Chiko. Dass auch kleine Hunde schnelle Beine haben, zeigte der vierjährige Malteser-Shi-Tzu-Mischling mit der Startnummer zwei. Mit fliegenden Ohren wetzte er in nur acht Sekunden die Bahn hinunter.

Egal, welche Platzierung für die Hunde am Ende herauskommen würde, eines hatten die Zwei- und Vierbeiner ganz offensichtlich schon gehabt: jede Menge Spaß.

Quelle: RP
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