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Dinslaken
Mit heißer Luft gegen den Wildwuchs

Dinslaken: Mit heißer Luft gegen den Wildwuchs
Mit heißer Luft rückt der DIN-Service derzeit Unkraut zur Leibe. Jens Bergermann, Bereichsleiter Grünflächen (rechts) und Mitarbeiter Markus Hochstein präsentieren das Heißluftgerät. FOTO: Langhoff
Dinslaken. Eine Mixtur aus warmen Temperaturen und Regenfällen lässt auch in Dinslaken die Pflanzen sprießen. Was für Hobbygärtner schön ist, bedeutet für die Grünpfleger des DIN-Service einen erhöhten Arbeitsbedarf. Von Florian Langhoff

Die Witterung lässt derzeit die Vegetation wuchern und auch das Begleitgrün an den Straßen in Dinslaken wächst. In vielen Kommunen haben die Kommunalbetriebe ein Problem damit, dem wild wachsenden Grün Herr zu werden. "Das ist natürlich auch etwas, dass uns Dinslaken beschäftigt", sagt Stadtsprecher Thomas Pieperhoff. Vor allem, weil die Personaldecke beim DIN-Service in Sachen Grünpflege eher dünn ist. "Wir haben mal eine Bedarfsanalyse machen lassen, und danach fehlen uns in dem Bereich rund 20 Mitarbeiter", erklärt Thomas Pieperhoff. Während wertschaffende und -erhaltende Arbeiten, wie die Pflege von Spielplätzen im Vordergrund stehen, wird ansonsten eher das Nötigste gemacht.

"Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Verkehrssicherungspflicht", sagt Jens Bergermann, Bereichsleiter Grünflächen beim DIN-Service. "Wir müssen natürlich gewährleisten, dass Straßen und Kreuzungen einsehbar sind. Alle vorhandenen Arbeitskräfte arbeiten da momentan die Spitzen ab." Für Verschönerungsvorhaben fehlt dagegen das Personal und so wächst der ein oder andere Grashalm, Strauch oder Baum auch schon mal etwas mehr, als es dem Ästhetikempfinden einiger Bürger lieb ist.

Mit Technik versucht man beim städtischen Unternehmen, den Mangel an Mitarbeitern zumindest einigermaßen zu kompensieren. Dazu hat sich der DIN-Service zur Zeit ein Gerät ausgeliehen, dass mittels Heißluft gegen Unkraut vorgeht. " So ein Gerät soll dieses Jahr noch angeschafft werden", erklärt Jens Bergermann. Mit gut 400 Grad heißer Luft trocknet das Gerät Unkraut aus, legt das Wurzelsystem der Pflanzen lahm und vernichtet auch die Samen. "Momentan ist das noch eine etwas monotone Arbeit", sagt DIN-Service Mitarbeiter Markus Hochstein, der das Fahrzeug mit dem Gerät steuert. Denn das Leihgerät arbeitet nur bei einer Geschwindigkeit von maximal drei Stundenkilometern richtig. Mit dem Gerät, was zur Neuanschaffung ansteht, soll es dann etwa doppelt so schnell gehen. "Außerdem steht auch noch die Anschaffung eines Handgeräts mit gleicher Technik auf dem Plan", erklärt Jens Bergermann. Er rechnet mit 75.000 Euro für die Anschaffung des Heißluftgerätes mit dazu passendem Fahrzeug.

Beim Thema Heckenschnitt hat der DIN-Service schon aufgerüstet. Ein Heckenschneidegerät beschleunigt hier die Arbeit. So braucht man mit der Maschine für die Bearbeitung der etwa fünf Kilometer langen Strecke der Bundesstraße 8, für die der DIN-Service zuständig ist, etwa zwei Tage. "Früher war eine Kolonne damit anderthalb Wochen beschäftigt", erklärt Jens Bergermann. "Wir sorgen mit solchen Geräten für eine körperliche Entlastung unserer Mitarbeiter und gleichzeitig eine erhöhte Produktivität."

Quelle: RP
 
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