| 17.35 Uhr

Voerde
Mit Musical in die 80er Jahre

Voerde. Mit Hits der Neuen Deutschen Welle und anderen Klassikern entführte die AG "Showtime" der Gesamtschule Voerde unter Leitung von Heike Krebber-Hemkes ihr Publikum in die Vergangenheit. Mit bunten Kostümen wurde die Bühne im Theaterraum gerockt. Von Florian Langhoff

Im Publikum kommt man sich vor, als würde man vor einer Jukebox sitzen. Ein musikalischer Klassiker aus den 80er Jahren jagd den nächsten. "Wir wollen Spaß!" heißt hier das Motto. Rund um die Musik haben die Schüler der Arbeitsgemeinschaft (AG) "Showtime" eine hübsche Geschichte gestrickt. Die beiden Mädchen Cleo (Estra Basaran) und Rosi (Kerstin Malawy) möchten von Zuhause ausziehen, verlieben sich in die Brüder Ritch (Metehan Özdemir) und Tommi (Jennifer Bush), bis Cleos Schwangerschaft zu Problemen führt. Derweil quält sich auch Cleos Mutter Flora (Christin Irgang) mit Liebesproblemen herum, wenn die Hippie-Dame nicht gerade gegen irgendetwas demonstrieren muss – natürlich auf der Voerder Bahnhofstraße. Und auch in der Ehe von Doris (Maike Matten) und Herbert (Tobias Pechtel), Rosis Eltern, kriselt es.

Musik und Tanz

Dabei rocken die Kinder vorerst nur Playback die Bühne, allerdings mit einer tollen Choreographie und in knallbunten Kostümen, die sofort 80er Jahre-Flair verbreiten. Dazu gibt es die zahlreichen musikalischen Einlagen aus Zeiten der "Neuen Deutschen Welle". Die Ehekrise von Rosis Eltern startet mit einem "Da Da Da", während die junge Cleo zu Nenas "Nur geträumt" ihren Ritch anschmachtet. Hippie-Mutter Flora ist bemüht, allen Menschen auf der Erde ein wenig Liebe zu schenken. Daher kommt "Codo, der Dritte aus der Sternenmitte" genau so vorbeigeflogen, wie "99 Luftballons". Natürlich darf auch der Titelsong nicht fehlen. "Gib Gas – ich will Spaß" erschallt es gleich mehrfach auf der Bühne.Das Lied gibt es nicht nur vom Band, sondern auch als Live-Musik zu hören. Die schuleigene Band "Sixdees and Friends" spielt auf und sorgt für noch mehr 80er-Feeling rund um die Bühne. Da ist es doch ganz klar, dass "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" alles gut werden muss. So finden dann die Paare zueinander , und am Ende gibt es nicht nur ein Happy End zu sehen, sondern gleich mehrere. Und auch das passt sehr gut zum Jahrzehnt, das hier im Mittelpunkt steht.

Gut gelacht

Die Stimmungskanonen des Abends sind allerdings die beiden Omas Lisbeth (Lisa-Marie Grossmann) und Martha (Miriam Moseler), die sich auf der Bühne einen verbalen Schlagabtausch nach dem anderen liefern. "Deine Zähne sind wie Sterne – nachts kommen sie raus!", giftet da die eine die andere an. Die Revanche folgt sofort und die Zuschauer haben etwas zu lachen. Erst recht, als die rüstigen Damen sich an die Ehrengäste in der ersten Reihe heranschmeißen. Für weitere Lacher sorgt Federico Castrignano als Comedian Mario Barth, der seinem Vorbild vollends gerecht wird. Viel Applaus gibts dafür von den Zuschauern.

Quelle: RP
 
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