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Dinslaken
Mitfiebern mit beiden Mannschaften

Dinslaken: Mitfiebern mit beiden Mannschaften
In der ersten Reihe der DIN-Arena feuerten Nadia und Fabian Konecki die polnische Nationalmannschaft an. Am Ende waren sie zufrieden mit dem Unentschieden. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Zum Spiel Deutschland gegen Polen waren auch einige polnische Fans zum Fußballschauen in der DIN-Arena. Von Florian Langhoff

Die DIN-Arena ist ein Meer aus deutschen Trikots, Fahnen und den Farben Schwarz, Rot und Gold. Nur in der ersten Reihe der Arena in der Zentralwerkstatt auf dem Lohberger Zechengelände ist das Rot-Weiß des polnischen Nationalteams vertreten. Hier sitzen der 19-jährige Fabian Konecki und die 23-jährige Nadia Konecki und fiebern mit der polnischen Mannschaft mit. "Wir dachten eigentlich, es wären heute mehr polnische Fans hier", sagt Fabian. Trotzdem fühlt er sich, umringt von Fans der deutschen Nationalmannschaft, sicher. "Es gab ein paar blöde Sprüche, als wir hier angekommen sind. Davon lasse ich mir das Fußballspiel allerdings nicht verderben. Ansonsten ist hier aber alles sehr friedlich", sagt Fabian.

Dann geht das Spiel los, und es ist mitfiebern angesagt. Man merkt an den Reaktionen, wo die polnischen Fans sitzen. Spielt sich die deutsche Nationalmannschaft in die Nähe des polnischen Tores, kann Fabian kaum noch auf die Leinwand schauen, wirft sich teilweise seine Landesfahne über den Kopf. Umgekehrt ist er oft der Einzige, der von seinem Platz aufspringt, wenn das polnische Team in die Nähe des deutschen Tores kommt. "Das Spiel ist wirklich spannend. Ich weiß nicht, ob mein Herz das weiter mitmacht", sagt Nadia Konecki in der Halbzeitpause.

Die Team sind sich ebenbürtig, auch wenn die deutsche Mannschaft in Sachen Ballbesitz klar vorne liegt. Dabei schlagen, zumindest ein wenig, zwei Herzen in der Brust der polnischen Fans. "Wir leben hier in Deutschland. Normalerweise würden wir auch die deutsche Mannschaft anfeuern", sagt Fabian Konecki. "Aber nicht, wenn sie gegen Polen spielt." Obwohl er zwischendurch durchaus auch Applaus für gelungene Aktionen der deutschen Spieler übrig hat.

Es gibt auch Geschehnisse auf dem Platz, die Gemüter der deutschen und polnischen Fans gleichermaßen erregen. Fouls zum Beispiel, bei denen sich die einen über das Foulspiel aufregen und die anderen über dessen Sanktionierung - oder deren Ausbleiben. Die 600 Fans in der Arena fiebern mit, Deutsche und Polen gleichermaßen. Nach dem Abpfiff mit dem 0:0 als Ergebnis ist Fabian Konecki ganz zufrieden. "Jetzt haben beide Mannschaften beste Chancen, weiterzukommen", sagt er. Wenn das geschieht, könnten sich die Mannschaften theoretisch noch mal im Turnierverlauf begegnen. "Ein Finale Deutschland gegen Polen wäre natürlich ein Traum", sagt Fabian Konecki.

Quelle: RP
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