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Voerde
Mitte Februar Klarheit über Fördergelder

Voerde: Mitte Februar Klarheit über Fördergelder
Die Voerder Verwaltung hofft auf Bundesmittel für die Sanierung der Sportanlage Am Tannenbusch in Friedrichsfeld. Die geschätzten Kosten liegen bei vier Millionen Euro, der Zuschuss könnte 90 Prozent davon ausmachen. FOTO: Heiko Kempken
Voerde. Fast 1000 Städte und Gemeinden haben sich um Bundesmittel für Sanierungsprojekte beworben. Voerde ist darunter und hofft auf einen Zuschuss von 3,6 Millionen Euro für die Sanierung der Sportanlage Am Tannenbusch. Von Petra Keßler

Mit Spannung wartet die Voerder Verwaltung in diesen Tagen auf positive Nachrichten aus Berlin: Wird die Stadt die von ihr angestrebte Sanierung der Sportanlage Am Tannenbusch in Friedrichsfeld mit Hilfe von Fördermitteln umsetzen können? Eine Antwort auf diese für das Projekt so bedeutende Frage wird die Kommune wohl Mitte Februar haben. Dann soll bekannt gegeben werden, wer in den Genuss der im Rahmen des Bundesprogramms "Sanierung kommunaler Infrastruktur in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" gewährten Förderung kommt, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgelegt wurde.

Bis zum 13. November vergangenen Jahres konnten sich Kommunen mit ihren Projekten um Mittel aus dem Sanierungsprogramm bewerben. Die Anträge würden seitdem vom Bundesministerium und dem mit der Umsetzung des Programms beauftragten Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung geprüft und bewertet, erklärt Andreas Kübler, Sprecher des Bundesbauministerium.

Der Pool an Bewerbern um die begehrten Fördermittel - das Gesamtvolumen beläuft sich auf 100 Millionen Euro - ist groß: "Insgesamt sind aus den Städten und Gemeinden Förderungsanträge für 980 Projekte eingegangen", so der Sprecher des Bundesbauministeriums weiter. Das Fördervolumen, das beantragt wurde, übersteigt die zur Verfügung stehenden Mittel um das rund 20-Fache, es liegt bei insgesamt zwei Milliarden Euro.

Die Voerder Verwaltung kalkuliert für die Sanierung der Sportstätten in Friedrichsfeld mit Gesamtkosten in Höhe von vier Millionen Euro und baut darauf, dass angesichts der desolaten Finanzsituation der Stadt am Ende eine Förderung von 90 Prozent zum Tragen kommen wird, so dass sie selbst rund 400 000 Euro für das Projekt aufbringen müsste. Die Finanzierung im Verhältnis 90 zu 10 Prozent (Bund - Kommune) sieht das Sanierungsprogramm im Fall von Städten und Gemeinden in einer "Haushaltsnotlage" vor. Ansonsten gilt: Der Bund trägt 45 Prozent der Kosten, die Kommune 55. In der Regel soll der Anteil des Bundes bei zwischen einer bis vier Millionen Euro liegen.

Von der hohen Zahl der Bewerber zeigte sich Voerdes Planungsdezernent Wilfried Limke gestern überrascht, gab sich jedoch selbstbewusst: Die Stadt habe eine "qualifizierte" Bewerbung abgegeben. Dass die Bewerberzahl so groß ist, schrecke ihn nicht ab. " Ich behalte die Hoffnung, dass Voerde einer der Bewerber sein wird, die den Zuschlag erhalten", sagt Limke. Unter der Annahme, dass es zu einer Förderung kommt, ist das Projekt 2016 bis 2018 in den Haushalt eingeplant. Hat die Stadt mit ihrem Projektantrag keinen Erfolg, kann die Sanierung der Sportanlage Tannenbusch nicht mit eigenen Mitteln erfolgen und würde sich verschieben. Voerde könnte erst nach 2019 die Realisierung des Sportanlagenprojektes anstreben. Das gilt auch für die Sportstättenverlagerung in den Babcock-Wald, die erst dann ad acta gelegt werden soll, wenn die erhofften Bundesmittel fließen.

Quelle: RP
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