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Voerde
Mobiler Hochwasserschutz fürs Dorf

Voerde. Deichgräf diskutiert mit Bezirksregierung über Alternativlösung für Götterswickerhamm.

Eine mehrere Meter hohe Mauer durch Götterswickerhamm, um auch zukünftig den Schutz vor Hochwasser zu gewährleisten - gegen dieses Vorhaben liefen die Bürger des Rheindorfs Sturm. Rund 600 Einwendungen gingen im Zuge des Planfeststellungsverfahrens ein, die Verantwortlichen griffen in den "Fahrplan Deichsanierung" ein. Am Dienstag traf sich der Voerder Deichgräf Ingo Hülser in Düsseldorf mit Vertretern der Bezirksregierung, um über eine Alternativplanung zu diskutieren, die ohne riesige Mauer auskommt. Der Deichgräf freut sich über ein "gutes Ergebnis".

Die Bezirksregierung stimmte zu, dass man den Hochwasserschutz auf die Belange der Einwendungen anpassen könne. Das bedeutet: Die Planungen konzentrieren sich nun wieder auf die alte Deichtrasse. "Jetzt wird geguckt, wie wir mit mobilem Hochwasserschutz durchs Dorf kommen", erklärt Hülser.

Dennoch soll wie vorgesehen bis Mitte 2017 ein Planfeststellungsbeschluss vorliegen, um die Arbeiten nicht verschieben zu müssen. Das sei durchaus realistisch. "Die Bezirksregierung ist ohnehin schon eingebunden. Bis Mitte 2017 soll ein öffentlicher Anhörungstermin stattgefunden haben, bei dem die Einwendungen behandelt werden. Dann wäre alles genehmigt, man könnte die Aufträge ausschreiben und mit dem Bau beginnen", erläutert Hülser.

Doch zuvor müssen noch einige wichtige Fragen geklärt werden: "Wie ist der heutige Deichkörper beschaffen? Wie tief müssen wir mit der Mauer in den Deichkörper hinunter, damit eine ordentliche Standfestigkeit für den mobilen Hochwasserschutz gewährleistet ist? Außerdem verlaufen dort auch noch Leitungen. Wir müssen untersuchen, welche das sind. Sie dürfen dem heutigen Hochwasserschutz nicht entgegenstehen, müssen also auftriebssicher sein", sagt Deichgräf Ingo Hülser. Die Probebohrungen am Deich durch Ingenieurbüros sollen beginnen, wenn der Rhein kein Hochwasser mehr führt - voraussichtlich Ende März.

(za)
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