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Hintergrund Die Grünen In Dinslaken
Muhr und Koch jetzt an der Parteispitze

Hintergrund Die Grünen In Dinslaken: Muhr und Koch jetzt an der Parteispitze
Barbara Muhr will Probleme deutlich aufzeigen und sie flexibel angehen. FOTO: Büttner
Dinslaken. Die beiden Sprecher der Grünen machen sich als langfristige Lösung für eine Kreissparkasse stark. Dinslaken soll zu einer fahrradfreundlichen Stadt werden. Die interkommunale Zusammenarbeit soll deutlich intensiviert werden. Von Heinz Schild

DINSLAKEN Die Dinslakener Grünen haben eine neue Parteispitze, bestehend aus den beiden Sprechern Barbara Muhr und Thomas Koch, welche die Nachfolge von Beate Stock-Schroer und Malte Kemmerling angetreten haben. Kassierer ist Niklas Graf, Beisitzer sind Martin Tenbieg sowie Kemmerling und Stock-Schröer. Der neue Vorstand hat für seine Planung die Zeit bis zur Landtags- und Bundestagswahl 2017 in den Blick genommen und will Themen setzten, wie die beiden Parteisprecher im RP-Gespräch sagten.

Ein Schwerpunktthema ist Dinslaken als fahrradfreundliche Stadt, denn dieses Prädikat wird für die Kommune angestrebt. Deshalb wollen die Grünen alle zusammenführen, die an diesem wichtigen Thema arbeiten, auch andere Parteien. "Möglicherweise", so Muhr und Koch, "kann ein gemeinsames Konzept erarbeitet werden." Deshalb ist für den 24. Juni eine Veranstaltung geplant, in der es um das Radverkehrskonzept Dinslaken gehen wird Drei Referenten werden erwartet und den Weg zur fahrradfreundlichen Stadt beschreiben.

Thomas Koch plädiert für eine engere Zusammenarbeit der Kommunen im Kreis Wesel. FOTO: privat

Mit Blick auf die angespannte Haushaltssituation der Stadt Dinslaken machen sich die Grünen für eine engere Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen im Kreis Wesel stark, die schließlich von den gleichen Problemen wie Dinslakenbetroffen sind. "Wir müssen die Fragen klären, wie wir unsere Lebensqualität halten und wie wir mit den Standards umgehen", sagte Thomas Koch. Er plädiert deshalb dafür, Verwaltungseinheiten zu bilden, die Kommunen sollen mehr gemeinsam unternehmen. "Es geht nicht um Kooperation, bei der man sich mal einen Besen ausleiht, es geht um wirkliche Zusammenarbeit", so Koch weiter. Die Zeit dafür sieht er als günstig an, "weil jetzt noch der Druck vorhanden ist". Die Ansicht, die finanziellen Probleme der Stadt allein lösen zu wollen, sei nicht die Lösung, ebenso wenig wie die ständige Erhöhung der Grundsteuer B.

Auch die weitere Entwicklung bei der angeschlagenen Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe hat der Parteivorstand in den Blick genommen. Erwartet wird, dass die Politik Verantwortung übernimmt und Zukunftsentscheidungen in die Wege leitet. Babara Muhr und Thomas Koch sehen eine langfristige Lösung im Zusammengehen, in der Gründung einer Kreissparkasse, bestehend aus der Verbandssparkasse Wesel, der Sparkasse am Niederrhein und der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe. Für die Umsetzung einer solchen Lösung seien viele Gespräche notwendig, außerdem müssten "lokale Eitelkeiten" überwunden werden.

Die Grünen setzten sich für behindertengerechtes, nicht nur barrierefreies, Bauen ein. Es müsse mehr zeitgemäßer Wohnraum geschaffen werden, der auch den demografischen Wandel berücksichtige.

Die Geselligkeit soll bei den Grünen nicht zu kurz kommen. Die Partei beteiligt sich deshalb am Late-Night-Shopping, das am Freitag, 12. Juni, ab 18 Uhr in Dinslaken stattfindet. Vor dem Parteibüro an der Duisburger Straße werden dann die Stühle und Tische auf die Straße gestellt und ein gemütliches Picknick veranstaltet. Dabei haben die Bürger Gelegenheit, mit den grünen Kommunalpolitikern zwanglos ins Gespräch zu kommen.

Quelle: RP
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