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Dinslaken
Nach dem Brand kommt jetzt zügig der Abrissbagger

Dinslaken: Nach dem Brand kommt jetzt zügig der Abrissbagger
Der Brand hat das ehemalige Gesundheitshaus in Lohberg zur Ruine gemacht. FOTO: MB
Dinslaken. RAG und Stadt suchen nach Lösungen für die Künstler. Neues Gebäude mit Geschäften geplant.

Die Entscheidung ist gefallen, die Ruine des ehemaligen Gesundheitshauses an der Hünxer Straße wird zügig abgerissen. Das sagte gestern Bernd Lohse von der RAG Montan Immobilien GmbH. Das Gebäude wurde am vergangenen Mittwochabend durch ein Feuer zerstört. Dabei haben Künstler ihre Ateliers, Kunstwerke und Materialien verloren. Vor allem sie treffe der Brand, so Lohse. Diese Sachen könne keine Versicherung ersetzen.

Seit dem Brand laufen Gespräche, um eine Lösung für die betroffenen Künstler zu finden. Drei Varianten spielen dabei eine Rolle: Eine sofortige Lösung, die aber keine nachhaltige sei, eine temporäre für rund ein Jahr und eine endgültige. In unfertigen Räumen der erhaltenen Zechengebäude könne man den Künstlern allerdings keine Unterkunft anbieten. Gemeinsam mit der Stadt sei man in dieser Sache unterwegs. Wie Alexander Selbach, Projektleiter bei der Stadt, sagte, werde zurzeit geprüft, ob es in Lohberg eine Alternative gibt, Räume anzubieten. Überlegt wird auch eine Unterbringung der Künstler in einem anderen Stadtteil. Über die Möglichkeit, Platz für Kreative zu schaffen, habe man sich mit dem Investor, der die ehemalige Lohn- und Lichthalle erworben hat, unterhalten, so Lohse. Mit der Freilicht AG, die die alte Zentralwerkstatt angemietet hat, wurde ebenfalls gesprochen. Sie hat sich bereit erklärt, für Schulungen und kleinere Ausstellungen Platz zur Verfügung zu stellen. Neben der Absicht, das Gebäude abzureißen, was für den Herbst eh vorgesehen war, steht fest, dass dort ein neues Haus errichtet werden soll. Kleinere Geschäfte als Mieter kann sich Bernd Lohse vorstellen, ein Angebot, dass die im Stadtteil vorhandenen Geschäfte ergänzt. Ein neues Gebäude also, aber ohne Ateliers.

Wie die Polizei erklärte, konnte bislang niemand ermittelt werden, der für den Brand verantwortlich ist. Auch könne die Frage, ob es sich um eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung handelte, zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden, so Daniel Freitag, Pressesprecher der Polizei. Die Ermittlungen dauern an.

(mt)
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