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Dinslaken
Naturbad: Politik hat noch Fragen

Dinslaken. In der Sitzung des Sportausschusses wird wohl noch kein Beschluss gefasst.

Am Donnerstag erhielten die Fraktionen die Unterlagen zum Bäderkonzept - am Montag sollen sie im Sportausschuss eine Empfehlung aussprechen. Ziemlich knapp finden das einige - möglicherweise wird die Beschlussfassung geschoben.

Das jedenfalls möchte Gerd Baßfeld (Fraktionsvorsitzender der Linken) beantragen. Eine "Unverschämtheit" sei die kurzfristige Zustellung: "Bei dem Thema darf man keinen Schnellschuss machen." Er steht hinter dem Standort - fordert aber eine "vernünftige Lösung", also ein herkömmliches Freibad, weil ein Naturbad zu häufig schließen müsse.

Lilo Wallerich, Fraktionssprecherin der Grünen, hat ebenfalls noch einige Fragen und ärgert sich über die späte Information. Zwar steht sie hinter dem Naturbad - ihre Fraktion hat dies ja beantragt - aber sie möchte, dass es um eine Sauna ergänzt wird.

Die CDU trifft sich erst Anfang Dezember zur Fraktionssitzung. Fraktionsvorsitzender Heinz Wansing geht davon aus, dass das Konzept am Montag nur vorgestellt wird. Dennoch rechnet er mit einer Beschlussfassung in der Ratssitzung am 13. Dezember. Ein Naturbad sieht er persönlich positiv: "Das sind ja heute keine Ententeiche mehr, in denen man schwimmt." Auch Jürgen Buchmann, Fraktionsvorsitzender der SPD, sieht die Risiken der Verschmutzung des Bades durch Wasservögel gelassen. Ein Bekannter sei regelmäßiger Frühschwimmer in Hiesfeld gewesen - mitunter auch in Gesellschaft von Enten.

"Hat die Stadt im Lotto gewonnen?" fragt Heinz Brücker (Fraktionsvorsitzender der UBV) angesichts der Kosten in Millionenhöhe. Außerdem hat er persönlich "Bauchschmerzen", was ein Naturbad betrifft und zweifelt, "ob man die Bedenken der Experten einfach ignorieren kann".

(aha)
 
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