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Voerde
Neue Arbeitsverteilung nicht beraten

Voerde. Erst im Voerder Stadtrat wird über Neuzuschnitt der Dezernate entschieden. Von Heinz Schild

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben gestern nicht über die Verwaltungsvorlage von Bürgermeister Dirk Haarmann abgestimmt, in der dieser eine Änderung der Geschäftsverteilung der Beigeordneten vorschlägt. Dem Verwaltungschef war aus den Reihen der Fraktionen signalisiert worden, dass in diesem Punkte noch Beratungsbedarf besteht, wie Haarmann sagte. Deshalb wurde die Beratung über diese Thematik geschoben und wird nun in der nächsten Sitzung des Stadtrates stattfinden. Das Gremium tagt am Dienstag, 23. Juni, ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung im großen Saal des Rathauses.

Innerhalb seiner fast einjährigen Amtszeit hat Haarmann sich einen Eindruck von der Struktur und Arbeitsweise der Verwaltung verschafft und in einigen Bereichen Ansätze zu einer strukturellen Optimierung erkannt. Deshalb beabsichtigt er, die Dezernate neu zuzuschneiden. Nach eigener Aussage will er der Kämmerin Simone Kaspar mehr Freiräume geben und den Finanzbereich stärken. Künftig soll die Dezernentin für die Fachbereiche Finanzen und Steuern, Rechtsservice sowie Bürgerservice und allgemeinde Ordnung zuständig sein. Sie soll die Bereiche Sport und Kultur sowie Schulen, Soziales und Jugend abgeben. Bürgermeister Haarmann will diese Aufgabenfelder selbst übernehmen. Er gibt dafür das Rechtsamt ab, das dann an die Kämmerin gehen soll.

Für Aufregung hatte kürzlich eine Mail gesorgt, die aus dem Ordnungsamt gekommen sein soll und in der es um angebliche Probleme bei der Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Friedrichsfeld ging. Das Grundstück sollte nicht ausreichend groß bemessen worden sein, und die Einsatzfahrzeuge sollten Probleme haben, aus dem Gerätehaus zu kommen. Gestern nun antworte der Bürgermeister auf eine entsprechende Anfrage, die Bernhard Benninghoff (FDP) gestellt hatte. Die Mail, so Haarmann, sei aus dem Feuerwehrbereich gekommen, wurde in guter Absicht verschickt, habe jedoch ein anderes Ergebnis bewirkt. Die Planungen, so erklärte der Verwaltungschef weiter, seien einvernehmlich mit der Feuerwehr abgestimmt worden. Die E-Mail-Geschichte sei "viel heiße Luft und nicht der Rede wert".

Eine Videoüberwachung wird es auf den Voerder Bahnhöfen nicht geben. Dies erfuhr die Verwaltung jetzt von der Deutschen Bahn und teilte es im Ausschuss mit. Auf den beiden Voerder Haltepunkten habe es nach Aussagen der Bahn keine Übergriffe auf Menschen gegeben, auch sei dort kein erhöhtes Maß an Vandalismus festzustellen - deshalb hält die Bahn den Einsatz einer Video-Überwachung für nicht erforderlich. Im Hauptausschuss bewerteten einige Mitglieder die Zerstörungen auf den Bahnhöfen in Voerde und Friedrichsfeld jedoch anders: als überdurchschnittlich.

Quelle: RP
 
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