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Dinslaken-Lohberg
Neue Kita nicht nur für Migrantenkinder

Dinslaken-Lohberg: Neue Kita nicht nur für Migrantenkinder
Auf dem Gelände des Kreativ.Quartiers Lohberg, dem ehemaligen Zechenareal, soll eine Kindertagesstätte entstehen. Vorgesehen ist, die neue Einrichtung für den Nachwuchs im Zentralcluster zu errichten. FOTO: Hans Blossey
Dinslaken-Lohberg. Der Dinslakener Stadtrat befürwortete in einer Sondersitzung die Beantragung von Fördergeldern durch die Verwaltung für die geplante Kindertagesstätte auf dem Gelände des Kreativ.Quartiers Lohberg. Von Heinz Schild

Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche, dem heutigen Kreativ-Quartier Lohberg, soll eine neue Kindertagesstätte als Ersatz für die Einrichtung an der Teerstraße gebaut werden. Für dieses Vorhaben, für das von der Verwaltung Kosten in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro veranschlagt werden (2,4 Millionen für den Bau, 400.000 Euro für den Grundstückskauf), bemüht die Kommune sich um eine 70-prozentige Förderung vom Land. Der Zuschuss würde danach bei etwa zwei Millionen Euro liegen. In einer außerordentlichen Sitzung, zu der die Mitglieder des Dinslakener Stadtrates am Dienstagabend zusammen kamen, votierte das Gremium dafür, Gelder aus dem Programm "Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen" zu beantragen.

Die bisherigen Überlegungen erläuterte Bernd Lohse von der RAG Montan Immobilien GmbH, der das Grundstück gehört, den Ratsmitgliedern. Vorgesehen ist, die neue Kita im Zentralcluster zu errichten, der zwischen dem Wohn- und dem Gewerbecluster liegt. Für die Kita wird das Bestandsgebäude der ehemaligen Heizzentrale genutzt, die einen Anbau bekommt. "Das Gelände wird neu profiliert, der Baugrund wird ertüchtigt", sagte Lohse. Der Boden, auf dem die Kita entstehen soll, werde die gleiche Qualität haben wie ein privater Garten im Wohngebiet, zerstreute er Befürchtungen hinsichtlich einer Belastung des Geländes. Auffälligkeiten seien bislang bei den Bodenuntersuchungen nicht festgestellt worden.

Jürgen Buchmann (CDU) gab zu bedenken, dass Dinslaken bei den Fördergeldern möglicherweise nicht zum Zuge kommen wird, da die zur Verfügung stehenden Gelder bereits mehrfach überzeichnet sind. Er warnte deshalb davor, sich zu sehr zu freuen. Das Projekt stehe "unter dem Stern der Integration", sagte der Christdemokrat. Eyüp Yildiz, SPD-Ratsherr und stellvertretender Bürgermeister, warf die Frage nach integrationspolitischen Bedenken auf, da die Einrichtung Teerstraße zu 90 Prozent von Kindern mit Migrationshintergrund besucht wird. Das werde verstärkt, wenn Flüchtlingskinder in die neue Einrichtung aufgenommen werden. Die Verwaltung, so sagte die zuständige Beigeordnete Christa Jahnke-Horstmann, ist sich sicher, dass dies bei der neuen Kita anders sein wird und geht von einer Durchmischung aus. Jahnke-Horstmann gab sich überzeugt, dass viele Jungen und Mädchen von Eltern, die im neuen Wohncluster des Kreativ.Quartiers leben werden, die geplante Kita besuchen werden.

Quelle: RP
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