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Voerde
Neue Stelle: Voerder Rathaus bekommt einen Controller

Voerde. Durch die neue Kraft sollen Verwaltungsführung und Politik in ihrem Handeln unterstützt werden. Von Petra Keßler

Die Stadt Voerde richtet eine neue Stelle ein: Künftig soll ein Controller oder eine Controllerin Verwaltungsführung und Politik in ihrem Handeln unterstützen. Seit kurzem steht die Ausschreibung für den Posten in der Stabsstelle "Zentrales Controlling" auf der städtischen Internetseite www.voerde.de. Zugeordnet ist die Stelle dem Fachbereich "Steuern und Finanzen" in der Verantwortung von Kämmerin Simone Kaspar.

Die Einrichtung eines "Zentralen Controllings" ist für Verwaltungschef Dirk Haarmann ein "wesentlicher Punkt" bei der Stärkung des Finanzbereichs. Mit Letzterer hatte der Bürgermeister im vergangenen Jahr die Umstrukturierung der Verwaltung begründet, in deren Zuge Beigeordnete und Kämmerin Kaspar zwei ihrer vorherigen Kernbereiche (die beiden Themenfelder "Schulen, Soziales und Jugend", "Sport und Kultur") zum 1. August 2015 abgab. Der erste formale Schritt in dem Prozess des Umbaus erfolgte dadurch, dass die alte Ämter- und Abteilungsstruktur der Kernverwaltung durch Fachbereiche abgelöst wurde.

Nur mit einem starken, gut funktionierenden Controlling könne sich die Stadt auf den Weg machen; für die Entwicklung der neuen Steuerungsprozesse müsse sie fachlich gut aufgestellt sein, hatte Haarmann erklärt. Zwar gebe es auch schon jetzt ein Berichtswesen, allein das Abbilden von Zahlen könne jedoch nicht Gegenstand einer wirkungsorientierten Steuerung sein. Ausgangspunkt müsse vielmehr die Frage sein, was mit kommunalen Leistungen erreicht wird - ob, beispielsweise die Stadt mit den "Hilfen zur Erziehung" die erwünschte Prävention und den Abbau von Fallzahlen erzielt.

Die Aufgabe der Stabsstelle "Zentrales Controlling" liegt laut Ausschreibung in erster Linie darin, Informationen über das Handeln aller Verwaltungsbereiche zu sammeln und auszuwerten, um die Entscheidungsträger erfolgreich beraten, entscheidungsrelevante Informationen aufbereiten und Lösungen vorschlagen zu können.

Der Controller soll Zielvorgaben entwickeln und überprüfen, ob diese eingehalten werden. Sollte dies erforderlich sein, soll er anregen gegenzusteuern. Dass für diese Aufgabe eine eigene Stelle eingerichtet wird, findet Kämmerin Kaspar für eine mittlere, kreisangehörige Stadt wie Voerde wichtig: Diese Arbeit könne man nicht als "Nebengeschäft" laufen lassen - damit werde man der Thematik "nicht gerecht".

Was den neuen Posten ihrer Meinung auch so attraktiv macht, ist das hohe Gestaltungspotenzial. Vom künftigen Stelleninhaber wird denn auch erwartet, "wertvolle konzeptionelle Pionierarbeit" zu leisten, wie es im Ausschreibungstext heißt. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. August. Wann die neue Stelle besetzt wird, hängt von der Verfügbarkeit der am Ende ausgewählten Person ab. Kämmerin Kaspar hofft auf einen Start "so schnell wie möglich".

Quelle: RP
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