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Dinslaken
Neue Straße kostet 3,4 Millionen Euro

Dinslaken: Neue Straße kostet 3,4 Millionen Euro
Im Vereinshaus Barmingholten fand die Bürgerbeteiligung statt, die Teilnehmer konnten sich dort auch die Pläne ansehen. Der Landesbetrieb Straßenbau informiert über den Bau einer Straße entlang der Bahntrasse, sie ersetzt den Bahnübergang Jägerstraße. FOTO: Heinz Kunkel
Dinslaken. Landesbetrieb informierte: Weil der Bahnübergang an der Jägerstraße wegfällt, muss eine Trasse gebaut werden. Von Michael Turek

Auf großes Interesse stieß am Mittwochabend die Info-Veranstaltung zur neuen Straße L4n, die nötig ist, weil im Zuge des Betuwe-Ausbaus der Bahnübergang Jägerstraße beseitigt wird. Heinz-Gerd Biewald vom Landesbetrieb Straßenbau NRW stellte im Vereinshaus Barmingholten die Hintergründe und die Planung rund 70 Teilnehmern vor.

Drei Varianten hatten zur Auswahl gestanden und wurden untersucht. Am Ende haben sich die Fachleute des Landesbetriebs für diese Variante entschieden: Ab der Tackenstraße verläuft die Straße zunächst parallel zur Bahnlinie, macht dann einen Links- und einen Rechtsbogen, um in Nähe der Eisenbahnbrücke auf die Brinkstraße (B8n) zu münden. Hier wird eine Ampel den Verkehr regeln. Wie Biewald berichtete, wird die neue Straße 460 Meter lang und sieben Meter breit sein.

Kritisiert wurde die geplante Unterführung, die Radfahrern und Fußgängern ein Passieren der Gleise ermöglicht. Durch den fünf Meter breiten und 18 Meter langen Tunnel würde sich kaum jemand trauen, hieß es. Nachgefragt wurde, wo die Linienbusse halten würden. Laut Biewald sei ein Halt auf der Emmericher Straße in Höhe der Unterführung vorgesehen. Ob die Busse weiterhin die Jägerstraße ansteuern würden, vermochte er nicht zu sagen. Auf Kritik stieß auch die Planung, dass die neue Straße weder einen Rad- noch einen Fußweg bekommen soll. Das begründete Biewald mit der Unterführung, die die Wegeverbindung zwischen Emmericher Straße und Jägerstraße aufrecht halten würde. Auf Unverständnis stieß die Absicht, an der neuen Straße keine Laternen zu errichten. Biewald erklärte, dass auf der Straße ein Tempolimit von 50 Stundenkilometer gelten wird.

Der Betuwe-Ausbau hat nicht nur Auswirkungen auf den Verkehr auf der Jägerstraße. Da auch der Bahnübergang Holtener Straße entfällt, werden mehr Fahrzeuge auf Brinkstraße und Oberhausener Straße unterwegs sein. Hier gab es den Hinweis, dass die Ampelschaltungen aufeinander abgestimmt sein müssen. Das sei heute nicht der Fall, so dass sich zu bestimmten Zeiten Staus bilden. Vor allem auf der Oberhausener Straße in Richtung Stadtmitte sei dies der Fall. "Jede Ampel schaltet für sich", sagte ein Teilnehmer. Kreisverkehre seien keine Option, da Brinkstraße und Oberhausener Straße unterschiedliche Verkehrsbelastungen haben. Die Verkehrszahlen passen nicht zueinander, da würde auch bei einem Kreisverkehr der Verkehr stocken, so Biewald.

Vorgestellt wurde auch das weitere Vorgehen. Biewald erklärte, dass die Ergebnisse dieser Veranstaltung notiert, im Internet veröffentlich und in das weitere Verfahren einfließen werden.

Notwendig für den Bau der neuen Straße ist ein Planfeststellungsverfahren. Das, so Biewald, soll im Frühjahr beginnen. Dann liegen die Pläne und Unterlagen einen Monat öffentlich aus. In dieser Zeit plus zwei Wochen können Einwendungen eingereicht werden. Das Vorhaben und die Einwendungen werden bei einem von der Bezirksregierung organisierten Erörterungstermin mit den Betroffenen diskutiert. Am Ende steht der Planfeststellungsbeschluss, mit dem Baurecht geschaffen wird. Baurecht könnte 2018 vorliegen, am Ende des Jahres könnten dann die Bauarbeiten beginnen.

Die Fachleute des Landesbetriebs rechnen mit einer Bauzeit von eineinviertel Jahren. Die Baukosten inklusive Grunderwerbskosten sind mit 3,4 Millionen Euro beziffert worden. Anfangen könne man erst, wenn die Unterführung fertig sei.

Eine Zusammenfassung des Info-Abends veröffentlicht der Landesbetrieb demnächst im Internet unter der Adresse www.strassen.nrw.de/projekt/planfeststellung/index.html

Quelle: RP
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