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Dinslaken
Neues Gewerbegebiet am Kanal geplant

Dinslaken: Neues Gewerbegebiet am Kanal geplant
Knapp 34.000 Quadratmeter groß ist das aktuell noch landwirtschaftlich genutzte Areal zwischen der K 12n und dem Wesel-Datteln-Kanal, das künftig als Standort für Gewerbebetriebe dienen soll. FOTO: Klaus Nikolei
Dinslaken. Die Weseler SPD-Ratsfraktion will sich stark machen für die Idee der Thyssen-Vermögensverwaltung, nahe von Auto Wellmann an der K 12n ein Gewerbegebiet zu erschließen. Von Klaus Nikolei

Zwischen der K 12n und dem Wesel-Datteln-Kanal in Oberemmelsum befindet sich eine 33.670 Quadratmeter große Fläche, die größtenteils der Thyssen-Vermögensverwaltung gehört. Aktuell wird das Areal, das direkt an das Geländer der Firma Auto Wellmann grenzt, landwirtschaftlich genutzt. Geht es nach dem Willen von Gerd Hagenguth, dem Geschäftsführer der in Duisburg-Ruhrort ansässigen Thyssen-Vermögensverwaltung, soll hier in den nächsten Jahren Platz geschaffen werden für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Das wäre auch ganz im Sinn von Wesels Wirtschaftsförderer Johannes Opgen-Rhein, der naturgemäß ansiedlungswilligen Firmen nur zu gerne attraktive Flächen anbieten möchte. Und davon gibt es in Wesel nicht mehr allzu viele.

Weil gerade auch im Gewerbegebiet Oberemmelsum, das sich auf dem Weg in den Lippe-Mündungsraum befindet, nur noch vier freie Flächen mit einer Gesamtgröße von 13.000 zur Verfügung stehen, würde Opgen-Rhein die Erschließung der Thyssen-Fläche sehr begrüßen. Doch es gibt ein Problem: Im derzeit noch gültigen Regionalplan ist die Thyssen-Fläche noch als Gewerbegebiet ausgewiesen. Im neuen Regionalplan allerdings ist sie nicht mehr zu finden.

Das wurmt nicht nur Gerd Hagenguth, sondern auch Wesels SPD-Fraktionschef Ludger Hovest. Der hatte für gestern Mittag zum Gespräch vor Ort gebeten und deutlich gemacht, wie wichtig das neue Gewerbegebiet für die Stadt sei. Zumal die Fläche - nicht wie sonst - für Millionen gekauft werden müsse, um sie dann zu vermarkten. "Hier haben wir den Fall, dass ein Investor die Fläche entwickeln und zusammen mit der Wirtschaftsförderung vermarkten will, so dass wir von Vorleistungen befreit sind."

Um das Problem mit dem Regionalplan zu lösen, fährt Hovest folgende Strategie: Zunächst soll das Thema in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 13. September beraten und sechs Tage später im Stadtrat ein Beschluss gefasst werden. Dass die Mehrheit seinem Ansinnen folgt, daran hat er keinen Zweifel. Anschließend werde man dem Regionalverband Ruhr (RVR), der für den Regionalplan zuständig ist, in einer Stellungnahme deutlich machen, dass die noch freien Flächen im Lippe-Mündungsraum für hafenaffine Unternehmen vorgehalten werden müssten und ein neues Gebiet für unterschiedlichste Gewerbebetriebe absolut nötig sei. "Ich hoffe, dass wir das alles in zwei bis drei Jahren hinbekommen", so Hovest.

Wie groß die einzelnen Grundstücke werden und was sie kosten sollen, steht noch nicht fest. Aber es gibt Ideen, wie das angedachte Gewerbegebiet erschlossen werden könnte. Hagenguth hat sich vom Voerder Planungsbüro Patt beraten lassen.

Möglich wäre zum Beispiel, die alte B 8 als Zufahrt in das Gewerbegebiet zu reaktivieren. Die alte Baumreihe auf dem Areal soll übrigens erhalten bleiben.

Quelle: RP
 
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