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Dinslaken/Voerde
Nicht zufrieden mit Weihnachtsgeschäft

Dinslaken/Voerde: Nicht zufrieden mit Weihnachtsgeschäft
Heute und morgen dürfte es nach Einschätzung der Einzelhändler in den Geschäften und auf den Einkaufsstraßen (hier die Neustraße) wieder voll werden. FOTO: Büttner, Martin (m-b)
Dinslaken/Voerde. Umsatzzahlen des heimischen Einzelhandels knapp unter denen des Vorjahres. Letzte Einkäufe an Heiligabend. Von Heinz Schild

Die vier Adventssamstage sind vorüber. Das Weihnachtsgeschäft befindet sich im Endspurt, es geht mit Riesenschritten Heiligabend entgegen. Bis die Geschäfte am Donnerstag, 24. Dezember, spätestens um 14 Uhr ihre Türen schließen, werden sie erwartungsgemäß noch einiges zu tun haben. Hinter den meisten Geschäftsinhabern liegt ein "Wechselbad der Gefühle", was das Weihnachtsgeschäft angeht, wie Wilhelm Bommann, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Niederrhein, gestern der RP sagte.

Der vergangene Samstag sei auch für den Dinslakener Handel ein guter Tag gewesen. "Die Stadt war voll", berichtete Bommann, in der Woche sei die Kundenfrequenz weniger stark gewesen. Die Umsatzzahlen des Weihnachtsgeschäftes liegen nach seiner Aussage knapp unter denen des Vorjahres. Gut gelaufen sind am vierten Adventssamstag Parfümerieartikel, Uhren, Schmuck, Spielwaren und Unterhaltungselektronik. Bis die Geschäfte Heiligabend schließen, werden noch etliche Kunden Geschenke auf die Schnelle in den Läden kaufen, so Bommann weiter.

Der erste und zweite Adventssamstag sind nach Aussage von Andreas Eickhoff von Ledermoden Bröker in Dinslaken umsatzmäßig nicht gut gewesen, der dritte Samstag habe dem Niveau des Vorjahres entsprochen. Der vergangene Freitag und Samstag seien dann wieder besser gewesen. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Eickhoff, der entsprechend dem allgemeinen Trend einen leichten Rückgang bei der Kundenfrequenz feststellen konnte. Verantwortlich dafür seien der Online-Handel und auch der demografische Wandel. Für Eickhoff als Vorsitzender des Dinslakener Stadtmarketingvereins ist es wichtig, den Branchenmix weiter zu verbessern und viele kleine neue Geschäfte nach Dinslaken zu holen.

"Nicht ganz zufrieden" mit dem Weihnachtsgeschäft zeigte sich Henrik Dismer von den Dinslakener Schuhhäusern Dismer, Tamaris sowie Schuh und Sport Boogen. Das Wetter habe nicht mitgespielt, aufgrund der milden Witterung ist die warme Ware liegengeblieben. Ähnlich beurteilt auch Claudia Stöcker vom Modehaus ten Have mit Geschäften in Voerde und Dinslaken die Situation. Bei den Kunden habe sich die Weihnachtsstimmung, das heißt die Kaufstimmung, erst spät eingestellt. Der konservative Kunde sei zurückhaltend gewesen, der modebewusste Kunde habe früh die Winterware gekauft. Das eigentliche Weihnachtsgeschäft verschiebt sich nach Einschätzung von Gudrun Hülsermann vom Geschäft Hülsermann Kochen-Wohnen-Genießen in Spellen immer mehr nach hinten. Sie ist sich sicher, dass es heute und morgen noch einmal im Laden voll werden wird, auch Heiligabend werden nach ihrer Erfahrung etliche Kunden noch ihre letzten Weihnachtseinkäufe erledigen.

Quelle: RP
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