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Voerde
Nikolaus geht im Trockenen an Land

Voerde. Über den Wesel-Datteln-Kanal kam der Heilige Mann aus dem fernen Myra gefahren. Von Sandy Liesen

Es war schon dunkel, als das Schiff über den Wesel-Datteln-Kanal gefahren kam. Ein leuchtender Weihnachtsbaum, Fackeln und eine läutende Glocke - die Passagiere: Nikolaus und Knecht Ruprecht. Am Ufer vor dem Bürgerschützenverein Friedrichsfeld "Alter Emmelsumer 1868 e.V" warteten sehnlichst zahlreiche Besucher, um die Ehrengäste zu empfangen.

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr organisierte der BSV Friedrichsfeld auch in diesem Jahr wieder den Nikolausmarkt. Auf dem Außengelände des Schützenvereins waren Holzhäuser aufgebaut, in denen es alle möglichen Leckereien gab: von Crêpes und Waffeln über Reibekuchen bis hin zu Bratwürstchen und Wildgulasch. Glühwein zum Aufwärmen wurde ausgeschenkt. Die kleinen Besucher konnten eine Runde auf dem Kinderkarussell drehen.

Voller Erwartung ging es bei Anbruch der Dunkelheit für Kinder und Eltern zur Absperrung vorm Wesel-Datteln-Kanal. Und endlich, gegen 17 Uhr hieß es: "Da kommt was, da blinkt was!" Das Schiff mit dem winkenden Nikolaus fuhr an der Menge vorbei, die flott das passende Lieder anstimmten: "Nikolaus komm' in unser Haus, pack die große Tasche aus. Lustig, lustig, trallerallalla! Bald ist Nikolaus Abend da." Mit brennenden Fackeln und den Rufen "Lieber Nikolaus, lieber Knecht Ruprecht seid willkommen in Friedrichsfeld" wurden die Gäste am Ufer empfangen. Nikolaus und sein Freund begrüßten die Kinder mit Händeschütteln und schließlich marschierten alle, die Feuerwehrmänner mit Fackeln voran, gefolgt von Nikolaus, Knecht Ruprecht und den Besuchern, in die alte Festhalle des Bürgerschützenvereins. In der Halle war die Bühne frei für die Kinder, die, begleitet von einer Gitarre, dem Nikolaus und Knecht Ruprecht Lieder sangen. Von "Sei gegrüßt, lieber Nikolaus" bis zu "Lasst uns froh und munter sein", bei dem auch die Erwachsenen mit einstimmten. Nachdem es im vergangenen Jahr am Nikolausmarkt regnete, war der Wettergott beim diesjährigen Fest gnädig: Der Heilige Mann aus Myra und sein Knecht Ruprecht konnten im Trockenen an Land gehen, die Besucher ohne Regenschirm an den Ständen essen und stöbern.

Quelle: RP
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