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Voerde/Dinslaken
Nils Janßen ist IHK-Innungsbester

Voerde/Dinslaken: Nils Janßen ist IHK-Innungsbester
Nils Janßen am Steag-Kraftwerks-Standort Voerde, wo er auch bereits im Einsatz war. FOTO: Kempken
Voerde/Dinslaken. Dinslakener wurde bei der Steag zum Industriemechaniker ausgebildet. Er hofft, im August des nächsten Jahres sein Studium beenden zu können und will Energietechniker werden. Von Petra Keßler

Abi - und was dann? Für Nils Janßen war dies keine schwierige Frage. Dem Dinslakener war klar, dass ihn die erlangte Hochschulreife nicht an die Universität führen würde. Der junge Mann, der am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) nach 13 Schuljahren sein Abitur baute, ging einen anderen Weg: Er begann bei der Steag eine Ausbildung zum Industriemechaniker, die parallel ein Studium umfasst. Er war an den Steag-Standorten Voerde und auch Walsum im Einsatz. Dass die Entscheidung für ihn goldrichtig war, zeigt sein ausgesprochen erfolgreiches Abschneiden: Nils Janßen hat in diesem Jahr als Innungsbester der Industrie- und Handelskammer (IHK) Niederrhein seine Prüfung als Industriemechaniker abgeschlossen. Morgen wird er bei einem Festakt in Duisburg dafür ausgezeichnet.

Nils Janßen hofft, im nächsten August auch sein zeitgleich zu der Ausbildung im September 2012 begonnenes Studium beenden zu können. Der junge Dinslakener hat das Ziel, Energietechniker zu werden. Dafür lernt er am Haus der Technik in Essen. Die Steag finanziert ihm das Studium, nach dessen erfolgreichem Abschluss sich der junge Mann "Bachelor of Science" nennen darf.

Durch das duale Studium verkürzte sich die Ausbildung von dreieinhalb auf zweieinhalb Jahre. Janßen begann die Lehre gleich mit dem zweiten Ausbildungsjahr. Die Theorie gab es an der Berufsschule - im Blockunterricht. Die erste Station auf seinem Lehrweg zum Industriemechaniker war für Nils Janßen die Ausbildungswerkstatt der Steag in Walsum. Er ist dankbar für die "sehr gute Betreuung", die intensive Prüfungsvorbereitung, die er dort erhalten habe. Später ging es in das Kraftwerk.

Im Laufe der Zeit lernte der junge Dinslakener auch den Standort in Voerde kennen, zurzeit ist er in Herne tätig und mit einzelnen Berechnungen befasst, die den Dampfkesselwerksprozess betreffen, wie er erläutert.

Der angehende Energietechniker hat seine Entscheidung, eine Ausbildung mit parallel dazu an Wochenenden laufendem Studium zu beginnen trotz der doppelten Belastung nicht bereut. Im Gegenteil. Er schätzt den aus seiner Sicht höheren Praxisbezug. "Es ist ganz wichtig, das Kraftwerk von innen zu sehen. Kein Kraftwerk ist gleich", sagt der junge Dinslakener.

Auch sind ihm der Kontakt zu den Kollegen und die Einbindung in den alltäglichen Betrieb wichtig. Ein anderer Antrieb, auf Ausbildung und zeitgleiches Studium zu setzen, war auch der Wunsch, sich beruflich so früh wie möglich zu profilieren. "Der Arbeitsmarkt schläft nicht", betont der junge Mann, dem es wichtig ist, vorwärts zu kommen, "nicht stehen zu bleiben".

Quelle: RP
 
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