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Voerde
Noch kein Käufer für Pestalozzischule

Voerde: Noch kein Käufer für Pestalozzischule
FOTO: Heiko Kempken
Voerde. Investorenwettbewerb für das Grundstück brachte nicht den gewünschten Erfolg. Von Michael Turek

Lange hat es gedauert, bis der Investorenwettbewerb für die ehemalige Pestalozzischule auf den Weg gebracht wurde. Im Herbst vergangenen Jahres war es dann soweit. Nun ist das Projekt erneut ins Stocken geraten. Im Haupt- und Finanzausschuss verkündete Kämmerin Simone Kaspar, dass die durch den Verkauf des Grundstückes einkalkulierten 2,1 Millionen Euro in diesem Jahr nicht fließen werden. Sie kündigte allerdings an, die Summe werde im nächsten Jahr eingenommen.

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, was sich die Voerder Politik und Verwaltung für den ehemaligen Grundschulstandort vorgenommen haben. Eine der Vorgaben lautete: Der ehemalige Schulstandort ist zu einem städtebaulich "attraktiven und bedarfsgerechten Wohnstandort" zu entwickeln. Zudem ist eine qualitätsvolle Bebauung und eine mindestens zweigeschossige Bauweise entlang der Bahnhofstraße vorgeschrieben.

"Eine städtebaulich ansprechende" und das Grundstück "aufwertende" Entwicklung sollte erreicht werden. In der Aufgabenbeschreibung für den Investorenwettbewerb war dann auch detailliert angeführt, was der neue Eigentümeralles beachten müsse. Bis Ende November des vergangenen Jahres konnten sich Interessierte bewerben.

Nach Auskunft der Voerder tadtverwaltung hätten sich mehrere Interessenten "qualifiziert" beworben und würden Entwürfe erarbeiten. Die mussten bis zum 11. Februar eingereicht werden. Nach der Ankündigung der Kämmerin, dass der vorgesehene Kaufpreis in diesem Jahr nicht eingenommen wird, stellen sich einige Fragen: Waren die eingereichten Entwürfe nicht mit den Vorgaben unter einem Hut zu bringen? Haben die Teilnehmer nicht die verlangten 2,1 Millionen Euro zahlen wollen?

Wie zu erfahren war, trifft beides zu. Die eingereichten Pläne entsprechen nicht den Vorgaben des Wettbewerbes, und die Teilnehmer wollen auch weniger für das rund 15. 300 Quadratmeter große Grundstück zahlen.

Und nun? Alles wieder auf Anfang? Dazu war gestern von der Stadt keine Stellungnahme zu bekommen. Details, so war zu erfahren, seien im Arbeitskreis Ortskerngestaltung besprochen worden. Ein Gremium, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagt.

Kämmerin Simone Kaspar betonte auf Nachfrage, dass der Ausfall der 2,1 Millionen Euro nicht dazu führe, dass das für dieses Jahr geplante Defizit im Haushalt größer werde. Es bleibe bei den kalkulierten 2,8 Millionen Euro. Vielmehr stünde die Einnahme aus dem Verkauf in der Finanzplanung für investive Maßnahmen.

Fehlen wird das Geld aber auch dort, weshalb im Etatplan eine Kreditermächtigung in Höhe von 1,44 Millionen Euro steht.

Quelle: RP
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