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Dinslaken
Paketzusteller bereits im Dauereinsatz

Dinslaken. Das Weihnachtsgeschäft ist seit November in vollem Gange. DHL erwartet eine Verdopplung der Sendungsmenge. Von Hendrik Gaasterland

Es sind keine drei Wochen mehr bis Weihnachten. Für Paketzusteller hat durch die Entwicklung im Einzelhandel hin zum bequemen Onlinekauf längst die heiße Phase begonnen. Sie befinden sich im Dauerstress, um rechtzeitig alle Bestellungen abzuarbeiten - schließlich soll auch jeder sein Geschenk pünktlich zum Weihnachtsfest unter dem Tannenbaum liegen haben.

Die Deutsche Post DHL in Dinslaken sieht sich für das Weihnachtsgeschäft bestens gerüstet. Die Paketzustellbasis an der Lanterstraße im Gewerbegebiet Süd verstärkte ihr Personal und den Fuhrpark entsprechend. Neben den bisher 60 Paketboten sorgen über 35 neu eingestellte, zusätzliche Mitarbeiter dafür, dass in Dinslaken, in Teilen von Oberhausen und in der näheren Umgebung alle Sendungen rechtzeitig ankommen. Einige der Aushilfen hatten schon im vergangenen Jahr im Weihnachtsgeschäft für die DHL gearbeitet und kennen die Abläufe. Die neuen Mitarbeiter, sie kommen vom freien Arbeitsmarkt, wurden für einen reibungslosen Ablauf im Oktober angelernt. Wer sich in der stressigen Zeit bei der Ausübung des Jobs bewährt, erhält womöglich die Chance, übernommen zu werden. Da der Onlinehandel unverändert boomt und der Paketzusteller DHL jedes Jahr um rund zehn Prozent wächst, wird weiteres verlässliches Personal benötigt.

Den Start des Weihnachtsgeschäfts bemerkte die DHL schon Anfang November, als die Zustellungen zunahmen. "Weihnachten bedeutet für unsere Mitarbeiter immer jede Menge Arbeit. Bereits jetzt gibt es eine erhebliche Steigerung der üblichen Sendungsmenge", sagt Rainer Ludwigs, Leiter der zuständigen Post-Niederlassung in Duisburg.

Über 15 000 Pakete werden derzeit täglich ausgeliefert. Das sind gut doppelt so viele, wie an gewöhnlichen Tagen - manchmal sogar noch mehr. Bundesweit rechnet die DHL mit der Rekordmenge von acht Millionen Paketen an Spitzentagen. Insgesamt wurden 10 000 zusätzliche Kräfte darauf eingestellt.

Nach Weihnachten ist die Arbeit jedoch noch nicht beendet. Wenn Geschenke nicht gefallen, müssen sie wieder zum Verkäufer zurücktransportiert werden. Weil auch immer häufiger Gutscheine für Onlineshops verschenkt werden, folgen weitere Bestellungen nach Heiligabend. Das Ende des Weihnachtsgeschäfts ist meist erst Ende Januar spürbar. Bis dahin sind die Boten im Dauereinsatz. Sie haben eine 38,5-Stunden-Woche, beladen morgens gegen 8 Uhr ihr Fahrzeug selbst und liefern dann rund 200 Sendungen am Tag aus. In normalen Zeiten sind es nur 160. In der Zustellbasisstation an der Lanterstraße beginnt die Schicht bereits einige Stunden früher. Gegen 4 Uhr morgens kommen per Lieferwagen die Sendungen vom Paketzentrum, werden sortiert und warten dann darauf, bis zur Haustüre des Kunden gebracht zu werden.

Damit auch die Boten mit ihren Familien an Heiligabend gemeinsam feiern können, bittet die Deutsche Post, nationale Brief- und Paketsendungen vor dem Stichtag 22. Dezember abzuschicken - denn die Zusteller haben am 24. Dezember erst dann selbst Weihnachten, wenn die letzte Sendung zugestellt ist.

Quelle: RP
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