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Dinslaken
Parken: Stadt nimmt 271.000 Euro mehr ein

Dinslaken. Die Erhöhung der Parkgebühren im Juli 2015 scheint sich für die Stadt zu lohnen — zumindest in finanzieller Hinsicht. 271. 000 Euro Mehreinnahmen sprudelten laut Stadtsprecher Horst Dickhäuser durch die Erhöhung an Gebühren in die Stadtkasse - in einem halben Jahr. Ob die Gebührenerhöhung das richtige Signal an die Kunden war - das bezweifeln aber die Einzelhändler auch ein dreiviertel Jahr nach der Erhöhung noch stark. Sowohl die Erhöhung der Parkgebühren als auch die Verlängerung der gebührenpflichtigen Zeiten hätten "negative Auswirkungen", sagt Jürgen Lange-Flemming, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Ganz "bitter aufgestoßen" sei der Werbegemeinschaft die Initiative der Neutor-Galerie-Händler, die Gebühren im Parkhaus zu bezuschussen und so auf einen Euro in der Stunde festzufrieren - 40 Cent weniger als im Rest der Innenstadt. Dem Parkhaus der Neutor-Galerie habe diese Aktion etwa zehn Prozent mehr Parkfrequenz gebracht, sagt Marc Hellmich.

Die Werbegemeinschaft habe versucht, diesbezüglich Kontakt mit dem Einkaufszentrum aufzunehmen, so Lange-Flemming - vergeblich. Einige Innenstadthändler würden in Eigeninitiative den Kunden einen Teil der Parkgebühren erstatten. Einen gemeinschaftlichen Beschluss dazu habe man in der Werbegemeinschaft nicht herbeiführen können, bedauert Lange-Flemming - "genauso wie bei den Öffnungszeiten". Und: "Die Parkgebühren sind ja nicht das einzige: Hinzu kommen noch die geplanten Steuererhöhungen, die Anhebung von Sondernutzungsgebühren und die Gestaltungssatzung", zählt der Vorsitzende der Werbegemeinschaft auf. "Im Moment macht es keinen Spaß, in Dinslaken etwas zu machen."

Ein Gesamtkonzept zum Parken sei in Arbeit, informiert Stadtsprecher Horst Dickhäuser. Im Übrigen könne, wer in die Innenstadt ziehe, "nicht zwangsläufig damit rechnen, einen Parkplatz zu haben", so Dickhäuser. In der Innenstadt gebe es insgesamt 3350 - freie und kostenpflichtige - Parkplätze, wenn die Tiefgarage an der Stadthalle saniert sei, seien es 3600. Eigentlich, so Dickhäuser, finde man in der Innenstadt immer einen Parkplatz. Zumindest in der Neutor-Galerie sei immer etwas frei, sonst "muss man eben ein paar Schritte gehen". Zum Parkplatz an der Trabrennbahn seien es 850 Meter.

(aha)
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