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Voerde
Parkschule: Bagger rollen noch nicht an

Voerde. Wann konkret Weichen fürs Wohnen auf dem Gelände in Friedrichsfeld gestellt werden, ist noch offen. Von Petra Keßler

Die Parkschule in Friedrichsfeld ist nunmehr endgültig Geschichte, die Stadt könnte also das nächste Kapital aufschlagen - und die Weichen dafür stellen, dass dort zukünftig Wohnen möglich wird. So bald aber werden die Bagger gewiss nicht anrücken, um die Gebäude der Grundschule dem Erdboden gleich zu machen. Eile, auf dem Gelände Platz für neuen Wohnraum zu schaffen, tut nach Ansicht der Stadtverwaltung aktuell nicht not. In Friedrichsfeld gebe es da zurzeit ein breites Angebot. Es gehe darum zu schauen, wann es der Markt am besten hergebe, sagt Planungsdezernent Wilfried Limke. Die Entwicklung des Grundschulgeländes habe nicht "die oberste Priorität", wann sie von der Stadt eingeleitet wird, soll mit der Politik überlegt werden.

Ziel ist es laut Limke, auf der Fläche einen gewissen Grad an Verdichtung zu schaffen, weshalb dort Geschossbau vorgesehen ist. Wohnen werde in Zukunft eher wohnungs-, denn einfamilienhausorientiert sein. Limke erklärt die Entwicklung damit, dass heute die tiefe Verwurzelung nicht mehr so da ist, Berufslebensläufe nicht mehr so stringent sind, in deren Folge Menschen ihren Lebensmittelpunkt öfter wechseln.

Welchen Weg die Stadt bei der wohnbaulichen Entwicklung des unweit der Ortsmitte von Friedrichsfeld gelegenen Schulgeländes gehen will, ist offen. Im Fall der ebenfalls aufgegebenen Pestalozzischule in Voerde hatte sie versucht, die Fläche über einen Investorenwettbewerb zu veräußern. Obwohl der Ansatz fehlschlug - der Wettbewerb scheiterte am Kaufpreis - schließt Limke ein solches Verfahren für die Parkschule nicht von vorne herein kategorisch aus.

Dieser Weg sei wegen der erlangten Ergebnisse den Versuch wert gewesen. Die Verwaltung soll zur Pestalozzischule nun einen Vorschlag für einen Bebauungsplan erarbeiten. Dabei soll versucht werden, die Bauleitplanung basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen aus dem Wettbewerb zu qualifizieren, wie Limke im Planungs- und Umweltausschuss erläuterte. In dem Prozess wird auch die Frage nach dem Grad der Verdichtung - ein Stichwort ist die Gebäudehöhe - zu klären sein. Anders als bei der Parkschule steht bei der Pestalozzischule als Option im Raum, den ältesten Gebäudeteil zu erhalten und in die Bebauung einzubinden. Eines der beiden an dem Wettbewerb beteiligten Büros hat dies in seinem Entwurf aufgegriffen. Die CDU fragte im Ausschuss, wer das Gebäude nachher betreibt. Limke räumte ein, dass darüber zu reden sei und stellte klar, dass die Stadt sich das "nicht ans Bein binden lassen" könne.

Quelle: RP
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