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Voerde
Pauluskirche erstrahlt in neuem Licht

Voerde. Neue Außenbeleuchtung hebt das Gotteshaus optisch hervor. Auch das Kreuz an der Chorwand wird mehr betont.

Den Ausschlag für eine neue Beleuchtung der Pauluskirche gaben Anregungen von Kirchenbesuchern. Ihnen war aufgefallen, dass das Gotteshaus trotz seiner vergleichsweise zentralen Lage an der Bahnhofstraße nicht weiter ins Auge fällt. Die eher kleine und unauffällige Kirche reiht sich in die Bebauung der viel befahrenen Straße ein, ohne ihr einen architektonischen Stempel aufzudrücken. Insbesondere bei Dämmerung und am Abend sucht mancher Kirchenbesucher von außerhalb schon mal vergebens.

Dabei ist die Kirche durchaus einen zweiten und dritten Blick wert. Errichtet wurde sie in den 1950er Jahren als relativ schlichter, neoromanischer geprägter Zweckbau. Die einfache Bauausführung sorgte dann später in den 90er Jahren für einen aufwendigen teilweisen Neubau, weil plötzlich Einsturzgefahr festgestellt wurde. Die Gelegenheit nutzte die Gemeinde, um die Kirche im Inneren neu auszurichten. Dabei blieben aber die Besonderheiten der Nachkriegsarchitektur gewahrt.

Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat berieten schon vor einigen Jahren über Ideen, wie die Kirche besser ins Licht zu rücken sei. Dabei war auch eine Außenbeleuchtung schon lange im Gespräch, jedoch scheute man die hohen Stromkosten, die auch aus ökologischen Gründen für ein falsches Signal gehalten wurden. Der Kirchenvorstand wurde mit der Suche nach einer guten Lösung beauftragt, und durch einen Hinweis wurde man auf einen Architekten aufmerksam, der sich um die Gestaltung der Kirche in Haltern-Sythen verdient gemacht hat. Einige Architekten wurden zu einem Wettbewerb eingeladen, die Ergebnisse der bischöflichen Kunstkommission vorgestellt, die nach Besuchen vor Ort in Voerde eine eindeutige Empfehlung abgab. Als Besonderheit der Kirche stellten die Fachleute die spezifische Bauform der Kirche heraus mit den leicht geneigten Konturen, die besonders am Kirchturm sichtbar werden. Das sei einzigartig, und das gäbe es nur in Voerde. So lag es nahe, die Konturen der Kirche ins rechte Licht zu setzen. Die Weiterentwicklung in der Beleuchtungstechnik machte es möglich, ein Lichtkonzept für die Kirche zu entwickeln, das keine hohen Stromkosten verursacht und dennoch die Kirche optisch hervorhebt. Dabei wird nicht das komplette Gebäude aufwendig beleuchtet, sondern nur die vertikalen Linien.

Hinzu kommt ein Kreuz an der Chorwand, als zentrales Symbol des christlichen Glaubens. Auch dieses Kreuz ist nicht nur am Tag sichtbar, sondern wird in der Nacht beleuchtet sein. Dem Architekten Arno Meyer aus Lüdinghausen war das Projekt ein Herzensanliegen. "Mit meiner Arbeit als Architekt verbinde ich die Idee, mit Menschen neu über den Glauben ins Gespräch zu kommen."

Quelle: RP
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