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Voerde
Pilgerfahrt auf den Spuren Martin Luthers

Voerde: Pilgerfahrt auf den Spuren Martin Luthers
Die Teilnehmer erleben ihre fünftägige Pilgerreise in allererster Linie als wohltuende und gut funktionierende Gemeinschaft. FOTO: pr
Voerde. Evangelische und katholische Christen aller Voerder Gemeinden fuhren zu den Lebens- und Wirkungsstätten des Reformators.

7.30 Uhr. 50 jüngere und ältere Christen, Frauen und Männer aller evangelischen und katholischen Gemeinden Voerdes, machen sich unter Führung eines vierköpfigen Leitungsteams, bestehend aus Pfarrerin Susanne Jantsch, Pfarrer Ulrich Lüders, Willi Schoelen (Pfarrer em.), Angelika Tekath sowie Busfahrer und Superintendent Friedhelm Waldhausen, auf den Weg. Ziel: Das Zisterzienserinnenkloster Sankt Marien zu Helfta in der Lutherstadt Eisleben, gelegen im Südharz Sachsen-Anhalts. Spiritualität und Widerstandsgeist - dieses Motto soll die Pilger auf die Spuren Dr. Martin Luthers führen.

Erster Halt: Erfurt. Hier erfahren die Teilnehmer Details zum Leben der jüdischen Gemeinde und begeben. Weitere Programmpunkte sind unter anderem das Geburts- und Sterbehaus Luthers in Eisleben, sein Elternhaus und das dortige Schloss in Mansfeld. In seinem Lebensmittelpunkt in Wittenberg lernen die Pilger seinen Wohnsitz, das Lutherhaus, kennen. Ein großes Haus, dessen Räume auch für Gespräche und Diskussionen genutzt wurden. Luthers Frau, Katharina von Bora, beherbergte dort auch Studenten der Universität Wittenberg.

Begleitet werden die Voerder von einer ortsansässige und profunden Kunsthistorikerin. Ihre lebendige Sprache und Einordnung in die damaligen Geschehnisse und geschichtlichen Zusammenhänge machen die Reise für alle Teilnehmer zu einem Erlebnis. Verständlich und spürbar wird - das alles hat Auswirkungen bis heute.

Gemeinsame Andachten, mal unter katholischer, mal unter evangelischer Leitung, runden die Tage ab und sind für alle eine tiefe spirituelle Erfahrung, die durch die Ruhe und Abgeschiedenheit des Klosters unterstrichen wird. Es bietet der Gruppe Unterkunft und Verpflegung sowie eine Umgebung, in der sich jeder auch erholen konnte. Abends nimmt sich die Priorin Schwester Christiane Zeit, um der Gruppe etwas von der spirituellen Kraft der Ordensgemeinschaft und dem Alltag eines Klosters in der Diaspora näher zu bringen.

Die Teilnehmer erleben ihre fünftägige Pilgerreise in allererster Linie als wohltuende und gut funktionierende Gemeinschaft. Ökumene in einer lebendigen, lebhaften und vor allem lebens- beziehungsweise liebenswerten Form. Diese Fahrt auf den Spuren Luthers hat allen die vielen Gemeinsamkeiten beider Kirchen gezeigt. Auch wenn immer wieder die Frage aufkam, wie ist das denn bei Euch eigentlich?, so stand doch das Miteinander an allererster Stelle und das gemeinsame Erleben in diesen Tagen wurde als Oase im sonst manchmal so hektischen Alltag empfunden.

Quelle: RP
 
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