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Dinslaken
Pläne für die Sanierung der Tiefgarage

Dinslaken: Pläne für die Sanierung der Tiefgarage
Seit Oktober 2015 ist die Tiefgarage geschlossen. Jetzt präsentiert die Verwaltung der Politik die Sanierungsplanung. FOTO: Lars Fröhlich
Dinslaken. Die Verwaltung präsentiert der Politik ihre Überlegungen. 3,7 Millionen Euro sollen noch investiert werden. Die Stadt kalkuliert mit Einnahmen in Höhe von zunächst 305 000 pro Jahr.

Es geht auch ohne Tiefgarage. Könnte man meinen. Immerhin steht sie schon seit Ende Oktober 2015 nicht mehr zur Verfügung. Also die Sanierungskosten einsparen? Das geht nicht, denn die dort untergebrachten Parkplätze werden für die Stadthalle benötigt. Das legt die Verwaltung nun in einer Vorlage dar, die zunächst am 7. Juni im Wirtschaftsförderungsausschuss behandelt wird. Die Sanierung ist laut Stadt mit vorläufig geschätzten Investitionskosten in Höhe von 3,7 Millionen Euro verbunden.

Die Sanierung der Tiefgarage mit 240 Parkplätzen sei notwendig, weil die baurechtlich notwendigen Stellplätze der Kathrin-Türks-Halle, zu der es einen direkten Zugang zum Garderobengeschoss geben soll, dort nachgewiesen werden sollen. Wie es in der Vorlage heißt, ist es aus diesem Grund und auch aufgrund des gesamten Parkdrucks im Innenstadtbereich dringend erforderlich, die Tiefgarage zu sanieren. Wie die Verwaltung vermerkt, stand in der Vergangenheit in der Innenstadt eine Vielzahl von kostenfreien Parkplätzen zur Verfügung und die kostenpflichtigen wiesen einen günstigen Tarif aus. "Diese Ausgangssituation hat sich zwischenzeitlich verändert", ist in der Vorlage zu lesen. Nicht nur für die Besucher der Stadthalle hat die Tiefgarage eine Bedeutung. Eine Rolle spielt sie auch für die Besucher des Wochenmarktes in der Altstadt, "die erfahrungsgemäß die Geragenplätze gut annehmen".

Bei der Sanierung sind laut Verwaltung einige Vorgaben unabänderlich. Die Tiefgarage hat eine Vielzahl von Pfeilern, die nicht entbehrlich sind, und eine relativ geringe Deckenhöhe. Durch die Lage sei ein erhöhter Aufwand bezüglich der Lüftungstechnik erforderlich. Nach der Sanierung soll die Tiefgarage den Anforderungen eines "modernen Garagenbetriebes" entsprechen.

Hierzu zählen eine sicherheitsgebende Helligkeit, die durch LED-Leuchten erzielt werden soll, ein übersichtliches inneres Parkleitsystem und ein komfortables Bezahlsystem ebenso wie ein Vorhalten von Stellplätzen für Elektroautos, Familien, Behinderte und Frauen sowie ein 24-Stunden-Betrieb. Einen "Wächter" sollen die Nutzer der Tiefgarage nicht vorfinden. Eine Video- und Audioüberwachung sowie Gegensprechanlagen an den Automaten sind geplant. Vorgesehen ist auch eine barrierefreie und kostenpflichtige Toilettenanlage. Der Haupteingang zur Tiefgarage soll im Bereich der Kathrin-Türks-Halle liegen, einen weiteren Zugang gibt es Höhe des Haupteingangs zum Rathaus. Die Ein- und Ausfahrt bleibt am Kreisverkehr.

Die Stadt, die die Garage selbst betreiben möchte, rechet mit jährlichen Einnahmen in Höhe von 305 000 Euro. Davon gehen 74 000 Euro Betriebskosten, 25 000 Euro Wartungskosten und 50 000 Bauunterhaltungskosten ab dem sechsten Jahr ab. Die Stadt rechnet damit, dass sie nur die Nettokosten für die Sanierung bezahlen muss. In diesem Falle wären mit Ausgaben in Höhe von 3,1 Millionen Euro zu rechnen.

Im Vergleich zur alten Parkgebührenordnung werden sich die Dinslakener auf deutlich höhere Kosten einstellen müssen. Das Betreiberkonzept sieht diese Tarife vor: Jede angefangene Stunde kostet 1,50 Euro. Nachts werden je angefangene Stunde 50 Cent verlangt. Der Tageshöchstsatz beläuft sich auf zehn Euro. Bei Ticketverlust wird eine Gebühr von 15 Euro berechnet. Tagesparker zahlen pro Monat 45, Dauerparker 60 Euro. Für die Benutzung der Toilette werden 70 Cent verlangt.

(mt)
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