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Dinslaken/Voerde
Planung für die neue B 8 wird geändert

Dinslaken/Voerde: Planung für die neue B 8 wird geändert
Die rot-weißen Stangen markieren den Verlauf der neuen Bundesstraße 8, so wie die geplante Trasse im Entwurf des Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehen ist. Die Schnellstraße würde in unmittelbarer Nähe von Haus Voerde vorbeiführen. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken/Voerde. Bundesverkehrsausschuss wird nach Aussage der Abgeordneten Sabine Weiss (CDU) und Dr. Hans-Ulrich Krüger (SPD) ein Teilstück der geplanten neuen Bundesstraße 8 aus der Kategorie "vordringlicher Bedarf" herausnehmen. Von Heinz Schild

Der Aufschrei in Voerde war groß, als der Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 bekannt wurde, der eine neue Bundesstraße 8 (B 8 n) vorsieht und diese in der Kategorie "vordringlicher Bedarf" einstuft. Die Voerder lehnten die Planung ab, da sie mit den "örtlichen Belangen unverträglich" sei. Die Dinslakener befürworteten sie hingegen, erhoffen sie sich von der neuen Verbindung doch eine Entlastung der B 8. Heute befasst sich der Bundesausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur in seiner Sitzung im Paul-Löbe-Haus in Berlin mit der Thematik. Wie die beiden hiesigen Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss (CDU) und Dr. Hans-Ulrich Krüger (SPD) erklärten, wird das besonders strittige Teilstück zwischen Anschlussstelle A 59 und der K 12 nördlich von Friedrichsfeld in der Priorisierung heruntergestuft von "vordringlicher Bedarf" auf künftig "weiterer Bedarf". "Das ist eine gute Nachricht für Voerde", kommentierte der Voerder CDU-Chef Bernd Altmeppen die anstehende Entscheidung und gab sich "hochzufrieden". Der zweite Teilabschnitt von der K 12 bis zur Anbindung an die neue Südumfahrung Wesel behält die ursprüngliche hohe Priorisierung.

Die geplante Trasse zwischen Dinslaken und Wesel sollte beginnend ab der Anschlussstelle der Autobahn 59 in Walsum parallel zur Stadtgrenze Dinslaken/Duisburg bis zur Spellener Bahnlinie verlaufen. Dieser würde sie dann auf Voerder Gebiet folgen.

Nach der Querung des Wesel-Datteln-Kanals würde sie ab der Emmericher Straße bis nach Wesel weitergeführt. Der vorgesehene Ausbau wäre nach Bundesverkehrswegeplan zweispurig, teilweise vierspurig.

Die zweigeteilte Lösung, die heute vom Bundesverkehrsausschuss beschlossen werden soll, stellt nach Einschätzung von Krüger eine "vernünftige Lösung" dar, im Gegensatz zu der Ursprungsplanung. Zudem würden für den ersten Teilabschnitt von Dinslaken bis Friedrichsfeld Mittel für die Planung zur Verfügung gestellt. "Es gibt Geld, um nach vernünftigen Lösungen zu suchen", so Krüger. Die Kommunen Dinslaken und Voerde müssten sich an den Verhandlungstisch setzen, um einvernehmlich eine Lösung, einen Kompromiss zu finden, durch den eine bestehende Verkehrsproblematik gelöst werden könne, und ihre Position dann gegenüber der Landesregierung in Düsseldorf, die für die Planung zuständig ist, vertreten. Diese Chance gelte es zu nutzen, so der SPD-Bundestagsabgeordnete und frühere Voerder Bürgermeister Krüger. Durch die anstehende Entscheidung des Bundesverkehrsausschusses müsse den Bürgern zudem deutlich werden, dass nichts über ihre Köpfe hinweg geschehe.

Die christdemokratische Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss zeigte sich überzeugt, dass durch das Votum des Bundesverkehrsausschusses, dem intensive Beratungen vorausgegangen seien, die zu den Änderungsanträgen geführt hätten, auf die sich die Koalition geeinigt habe, den Voerdern die Sorge genommen werde, dass beispielsweise Haus Voerde durch die ursprünglich vorgesehene Trasse Schaden nehmen könnte.

Dinslaken sei gesprächs- und kompromissbereit, erklärte Stadtpressesprecher Horst Dickhäuser. Doch dürfe am Ende kein fauler Kompromiss herauskommen.

Quelle: RP
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