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Voerde
Platz an der Kirche wird Dorfmittelpunkt

Voerde: Platz an der Kirche wird Dorfmittelpunkt
Deichgräf Ingo Hülser (2. von links) erklärt Landtagspräsidentin Carina Gödecke das Bauvorhaben. Beim Ortstermin sind Bürgermeister Dirk Haarmann (rechts), Landtagsabgeordneter Norbert Meesters (2. von rechts) und Dezernent Wilfried Limke (links) dabei. FOTO: Kempken
Voerde. In Götterswickerhamm stehen für die Zukunft große Veränderungen an. Die nordrhein-westfälische Landtagspräsidentin Carina Gödeke besuchte das Rheindorf und informierte sich über die Planungen.

Wenn die Finanzierung gesichert ist, stehen für das Dorfumfeld Götterswickerhamm große optische Veränderungen an. Das Niveau der Hauptstraße soll abgesenkt werden, der Platz an der evangelischen Kirche wird wieder zum Dorfmittelpunkt. Die Gebüsche und Sträucher, die den ummauerten Grünzug bedeckten, sind schon abgeholzt. "So kann man sich das schon besser vorstellen, um welche Fläche es geht", sagt Wilfried Limke, Betriebsleiter des Kommunalbetriebes Voerde. Er hat die Baupläne mitgebracht, um bei einem Ortstermin der Landtagspräsidentin Carina Gödecke die Vorhaben zu zeigen.

Die Pläne sehen vor, dass der Platz über die dann tiefergelegte Dammstraße hinausgeht. "Shared Space heißt das dann", erläutert Deichgräf Ingo Hülser. Eine Fläche, die von verschiedenen Verkehrsteilnehmern geteilt genutzt werden soll - die Autos müssten auf Fahrradfahrer und Fußgänger besondere Rücksicht nehmen. Die Platzgestaltung sieht vor, dass der Mittelpunkt des Ortes den Dorfcharakter von Götterswickerhamm wieder herstellt.

Das Problem bei der Finanzierung sei, dass der Ort zu klein ist für Mittel aus der Städtebauförderung - und die Mittel, die für Dörfer und kleine Ortschaften vorgesehen seien, würden für dieses Vorhaben nicht ausreichen. "Das ist eine übergeordnete Problematik", sagt Gödecke beim Besichtigungstermin vor Ort. Man solle über mehr Flexibilität nachdenken, sagte sie. Landtagsabgeordneter Norbert Meesters (SPD) pflichtet ihr bei. Das Vorhaben in seinem Wahlkreis liege ihm am Herzen.

"Ich bin ihm dankbar für seine Unterstützung", sagt Deichgräf Ingo Hülser. Stadt Voerde, Bezirksregierung, Straßen NRW, RAG und das Umweltministerium, da kommen schon einige Akteure zusammen. "Wir als ehrenamtlicher Deichverband stünden sonst auf verlorenem Posten", so Ingo Hülser weiter. Es sind eigentlich zwei Bauvorhaben: die Platzgestaltung und die Ausbesserung des Hochwasserschutzes. Allein zwischen Steag-Kraftwerk und Storchennest ist eine 15 Millionen-Euro-Investition nötig. Dass es kein einfaches Projekt werden wird, wissen die Beteiligten vor Ort. "Zuständigkeitsgrenzen drohten das Projekt zum Scheitern zu bringen", so Bürgermeister Dirk Haarmann. Gerade als Kommune, die ein Haushaltssicherungskonzept vorlegen muss, sei es nicht einfach.

Die Kirche aus dem 12. Jahrhundert soll einen würdigen Platz bekommen, da sind sich alle beim Besichtigungstermin einig. Die Anwohner würden davon profitieren. Die vorderen Hauseingänge würden wieder auf Platz- und Straßenniveau liegen.

(nav)
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