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Dinslaken
Preis für Dinslaken und Villa Kunterbunt

Dinslaken: Preis für Dinslaken und Villa Kunterbunt
FOTO: Kampen Sigrun
Dinslaken. Beim ersten nationalen Agendakongress Bildung für nachhaltige Entwicklung, der in Berlin stattfand, erhielt die Stadt - und damit auch die Kindertagesstätte an der Otterstraße - für ihre Bildungsarbeit eine Auszeichnung. Von Heinz Schild

Die Stadt Dinslaken ist für ihre besonderen Verdienste im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung geehrt worden. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, Verena Metze-Mangold, überreichten die Auszeichnung vergangenen Montag beim nationalen Agendakongress in Berlin, bei dem es um Bildung für nachhaltige Entwicklung ging. Die Stadt gehört damit zu den 65 ausgezeichneten Lernorten, Netzwerken und Kommunen, die einen herausragenden Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des Unesco-Weltaktionsprogramms in Deutschland leisten. Die Ehrung gelte nicht allein der Kommune, so erklärte Bürgermeister Dr. Michael Heidinger beim sommerlichen Empfang der Stadt Dinslaken. Er betonte ausdrücklich, dass damit auch die Kindertagesstätte Villa Kunterbunt für ihr Engagement ausgezeichnet worden sei.

Sigrun Kampen, Leiterin der Villa Kunterbunt, hätte gern am Agendakongress teilgenommen, leider war ihr dies nicht möglich, da die Kita gegenwärtig ihre Schnuppertage für die neuen Kinder durchführt. Doch wurde Kampen von Lucie-Maria Rodemann vom Agenda-Büro der Stadt Dinslaken, die die Auszeichnung in Berlin entgegennahm, auf dem Laufenden gehalten. "Unsere Kita mit ihrem Schwerpunkt der nachhaltigen Bildung steht modellhaft für Dinslaken", sagte Sigrun Kampen. Deshalb hat die Kommune sich in ihrer Bewerbung um den Preis auch auf das Engagement der Villa Kunterbunt bezogen.

Gegenwärtig beschäftigen sich die 20 Jungen und Mädchen dieser Kindertagesstätte, die an der Otterstraße beheimat ist, mit Müll- und Plastikvermeidung, wie Leiterin Sigrun Kampen berichtete. Dazu gehört es beispielsweise, dass auf Plastiktüten für den Einkauf verzichtet wird und stattdessen Baumwolltaschen genutzt werden. Diese verschönern die Kinder mit Pflanzenfarben aus dem eigenen Färbergarten. Wie tief der Gedanke der Nachhaltigkeit bei der Villa Kunterbunt verankert ist, zeigt, dass diese Einrichtung als erste Faire Kita in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet wurde und bereits den Unesco-Preis für ihr Engagement erhalten hat. Beginnend mit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 haben sich die Grundsätze einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu einem konzeptionellen Schwerpunkt der Villa Kunterbunt entwickelt. Die Kinder dieser Einrichtung sind die Multiplikatoren, die den Nachhaltigkeitsgedanken leben und nach draußen tragen. In der vergangenen Woche waren angehende Erzieher und Erzieherinnen vom Berufskolleg Dinslaken zu Gast in der Villa Kunterbunt. Die Kita-Kinder zeigten den Schülern, wie man Farben aus Pflanzen selbst herstellt. "So lernen die Großen von den Kleinen", sagt Sigrun Kampen.

Die Auszeichnung, die in Berlin überreicht wurde, ist eine Anerkennung der Arbeit für Nachhaltigkeit, die in Dinslaken auf vielen Gebieten geleistet wird. Die Kommune selbst beteiligt sich am Weltaktionsprogramm, seit 1999 sind die unterschiedlichen Akteure in Dinslaken untereinander vernetzt.

Quelle: RP
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