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Dinslaken
Preisrichter begutachten fast 100 Tiere

Dinslaken. Herbstschau beim Kaninchenzuchtverein R 341 Lohberg. Züchter wurden ausgezeichnet.

Die Kaninchen mümmeln in ihren Käfigen, vergraben sich im Stroh oder schlafen friedlich. Sie scheint es nicht sehr zu interessieren, mit wie vielen Punkten sie bewertet wurden oder welcher Züchter einen Preis für sie gewonnen hat. Martin Horn, Vorsitzender des Kaninchenzuchtvereins R 341 Lohberg "Edle Rasse", erzählt, dass die Langohren bei der Herbstschau anhand mehrerer Kriterien beurteilt werden: "Jedes Kaninchen wird rassisch spezifisch durchgesichtet. An erster Position steht das Gewicht, gefolgt von der Körperform und dem Körperbau des Kaninchens, an dritter Stelle steht das Fellhaar, dann folgen Punkte, die bei jeder Rasse unterschiedlich bewertet werden und an siebter Stelle steht der Pflegezustand, also die Sauberkeit des Tieres."

Die Rassetiere werden von ausgebildeten Preisrichtern begutachtet, sie können eine Höchstbewertung von 100 Punkten vergeben. Bei der Ausstellung auf dem Hülsemannshof wurden ihnen fast 100 Kaninchen die 13 verschiedenen Rassen und Farbschlägen vorgestellt. Martin Horn selbst konnte sich bei der Eröffnung der Herbstschau am vergangenen Samstag über die Auszeichnung zum zweiten Vereinsmeister freuen.

Ehrenvorsitzender Siegfried Horn erzählt, dass die Zuchtkaninchen den verschiedensten Rassen angehören. Darunter blaue und schwarze Wiener, Sachsengold, Zwergwidder, Russenkaninchen, Kleinsilber, Schwarzloh und Perlfeh. "Einmalige 98 Punkte hat mal ein Perlfeh bekommen. Das ist sehr selten", erinnert sich Siegfried Horn. Er erklärt, worauf es bei der Zucht ankommt: "Das wichtigste ist die Sauberkeit der Tiere und der Ställe, weil sich die Tiere sonst mit Krankheiten infizieren könnten. Statt Stroh können auch Gitter in die Ställe gelegt werden. Ich finde es aber besser, wenn die Kaninchen Stroh zum Wühlen haben." Manche Rassen seien einfach zu züchten, andere nicht. Zu Letzteren gehören die Russen- und das Schwarzloh-Kaninchen. "Ein Schwarzloh ist wegen der Augenringe und der Naseneinfassung schwer zu züchten."

Folgende Züchter wurden im Rahmen der Schau ausgezeichnet: 1. Vereinsmeister Gerard Croset (Satin elfenbein). 2. Vereinsmeister Martin Horn (Blaue Wiener), er erhielt auch den Uwe-Friebe-Pokal. 3. Vereinsmeister Mark Schniederken (Sachsengold). Landesverbandsmedaille: Siegfried Horn (Perlfeh). Beste ZG I: G. Croset, Beste ZG II: Mark Schniederken, Beste ZG IIa: Sebastian Obermeier, Beste 1,0: S. Horn, Beste 0,1: G. Croset.

(fab)
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