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Dinslaken
Premiere der Burghofbühne: Wo mit 17 die Träume enden

Dinslaken. Am Samstag, 10. Dezember, ab 18 Uhr sind Lale, Jorn und David auf der Bühne des Tenterhofs "lost in the supermarket". Sie sind gefangen in Schubladen und wissen nicht, wie sie sich daraus befreien können. Die Premiere des Stücks von Christina Kettering in der Inszenierung von Anna Scherer findet im Tenterhof im Rahmen der fast ausgebuchten Studio-Stürmer-Reihe für Jugendliche statt.

Gespielt werden die drei Jugendlichen vom Abendensemble der Burghofbühne Julia Sylvester, Markus Penne und Patric Welzbacher. Die bereiteten sich mit Anna Scherer, Leiterin des Kinder und Jugendtheaters, in intensiven Diskussionen auf ihre Rollen vor. Denn 17 sein und sich Gedanken über den eigenen Lebensweg zu machen, ist etwas, wofür man für eine Rolle aus der eigenen Erfahrung schöpfen kann. "Aber wir waren uns einig darüber, dass es die jetzige Generation noch schwerer hat", so die Einschätzung von Anna Scherer. "Der Erwartungsdruck, gerade auch durch die Idealbilder in den sozialen Medien, ist groß geworden".

Ein Druck, von dem sich Lale, Jorn und David gerne befreien würden. Aber da sind halt diese Schubladen. In denen eingezwängt fühlt sich Lale, das Mädchen, das mit Flöten-, Gesangs- und Ballettunterricht von ihren Lehrern genauso kategorisiert wird wie ihr derzeitiger Freund Jorn.

Dem können die Eltern nichts bieten, tun dies mit einem "Du kannst eh' keine Verantwortung übernehmen" ab. Und dann ist da David, "der Freak", Lales Ex-Freund, der nach einem Klinikaufenthalt wegen Depressionen wieder in der Klasse und damit auch wieder in Lales Leben auftaucht. Sein größter Wunsch ist es, einfach nicht aufzufallen, "ein leichter Mensch zu sein".

Was wird aus den Dreien? Das Stück ist eine Momentaufnahme, "eine Zustandsbeschreibung", erklärt Dramaturgin Nadja Blank. Was sein wird, dazu habe jeder im Ensemble andere Ideen gehabt.

Zukunft? Offen. Gegenwart? Scheitern. "Es steckt auch viel Schmerz im Stück", sagt Anna Scherer.

(bes)
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