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Dinslaken
Profitester: Dinslakener Bahnhof ist "akzeptabel"

Dinslaken. VRR legt erneut einen Stationsbericht vor. Beim Zugang und Bahnsteig steht die Bewertungsampel auf Grün. Von Michael Turek

Die Ampel steht wieder auf Grün. Während sie im vergangenen Jahr noch Gelb zeigte, kommen die vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) eingesetzten "Profitester" in ihrer neuen Bewertung des Bahnhofes Dinslaken zu einem anderen Ergebnis als im Bericht für das Jahr 2014. Grün heißt in diesem Fall: Das Erscheinungsbild ist akzeptabel, es sind keine Verbesserungen notwendig. Ein Urteil, dass regelmäßige Bahnkunden sicherlich nicht teilen können. Grundlage für den Bericht sind die jährlich viermal stattfindenden Überprüfungen und Bewertungen der Stationen durch die VRR-Tester. Nach den Besuchen bewerten die Tester die Bahnhöfe und Haltepunkte im Ampelsystem Funktion, Sauberkeit und Graffiti-Aufkommen.

Ein Rückblick: 2013 stand für den Bahnhof Dinslaken die Ampel auf Grün, ein Jahr später auf Gelb. Das bedeutete, dass geringfügige Mängel bestehen und eine Verbesserung aber nicht dringend erforderlich sei. Im aktuellen Bericht steht die Ampel wieder auf Grün. Bei den Überprüfungen wird auf die Sauberkeit, die Funktion und das Vorhandensein von Graffiti geachtet. Zum zweiten Mal wurde dabei zwischen dem Zugang und dem Bahnsteig unterschieden. Grund hierfür ist, dass zum Beispiel einige Kommunen häufig für die Zugänge zu den Bahnsteigen zuständig sind.

Für Dinslaken gibt es für den Bereich Zugang bei der Sauberkeit und Funktion eine grüne Ampel, in der Kategorie Graffiti-Aufkommen steht sie auf Rot. Für den Bahnsteig verteilten die Tester nur in der Kategorie Funktion eine grüne Ampel, bei der Sauberkeit steht sie auf Gelb, bei Graffiti auf Rot. Für den Bahnhof in Voerde schalteten die Tester beim Gesamtergebnis die Ampel auf Rot, für die Station Friedrichsfeld auf Gelb(wir berichteten).

Die Verschmutzung mit Graffiti ist nach wie vor die entscheidende Ursache für schlechte Bewertungen von Stationen, heißt es in dem VRR-Bericht. Weil die VRR-Tester auch Zugangsbereiche zu Stationen erfassen und bewerten, die sich in der Unterhaltungspflicht von Kommunen befinden, tragen auch Verschmutzungen in diesen Bereichen zur Gesamtbewertung bei. Erstmals sind die Stationen auch unter den Aspekten Beleuchtung und mögliche Angsträume in Zugangs- und Bahnsteigbereich bewertet worden. In Dinslaken haben die Prüfer bei ihrem Besuch Anfang Dezember 2015 keine Mängel festgestellt. Für Dinslaken gibt es den Hinweis auf eine Modernisierung im Rahmen des Betuwe-Ausbaus. Wie berichtet bekommt der Bahnhof dann einen weiteren Bahnsteig.

Der VRR weist zu Beginn darauf hin, dass es keine vertraglichen Beziehungen zwischen dem VRR und der für die Stationen zuständigen Bahnabteilung Station & Service AG gibt. Somit seien Handlungs- und Einflussmöglichkeiten des VRR auf Entwicklung und die Qualität der Stationsinfrastruktur sowie auf das Erscheinungsbild nur eingeschränkt vorhanden. Der Bericht leiste aber "einen wichtigen Beitrag, diese Lücke zu schließen".

Quelle: RP
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