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Quik im Glück

Quik im Glück
Szenen eines Wahlabends: Charlotte Quik im Kreis ihrer CDU-Familie. FOTO: Jana Bauch
Dinslaken. Die neue CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik sprach gestern mit uns über die Stunden nach dem Wahlsieg.

Frau Quik, wie schläft es sich wenige Stunden nachdem man erfahren hat, dass man künftig Landtagsabgeordnete ist? Sie sind junge Mutter, wann hat Sie der Nachwuchs geweckt?

Charlotte Quik Es war eine relativ kurze Nacht. Meine Familie hat zwar auf meinen Sohn aufgepasst, aber ich war so voll mit Adrenalin, dass ich dennoch schon um 6.30 Uhr wieder wach war.

Wie lange haben Sie gefeiert und wo hat Sie die Nacht noch hingeführt?

Quik Nach dem Besuch im Kreishaus sind wir wieder ins Bürgerschützenhaus gegangen. Dort war die Stimmung riesig, und es war schön, all die Menschen zu sehen, die mir im Wahlkampf geholfen haben. Getanzt wurde aber nicht: Dazu war keiner mehr in der Lage.

Jetzt haben Sie einen neuen Job in Düsseldorf. Haben Sie schon Pläne, wie Sie das mit der Kinderbetreuung regeln wollen?

Quik Das haben wir im Vorfeld der Wahl abgesprochen. Wenn ich nicht den Rückhalt meiner Familie, den meines Mannes und der Eltern, hätte, hätte ich diesen Schritt nicht gehen können. Meine Eltern werden meinen Sohn Carl-Philipp mit betreuen. Wir wohnen Tür an Tür mit ihnen. Das wird passen.

Sie haben vorher schon im Landtag gearbeitet, als Mitarbeiterin des CDU-Politikers Hendrik Wüst. Sind Sie nun am Karriereziel angekommen?

Quik Das ist der Anfang, nicht das Ende. Insofern kann von Ziel keine Rede sein. Was ich allerdings merke ist, dass der Wahlkampf schon sehr anstrengend war. Im Prinzip habe ich jetzt ein Jahr lang Wahlkampf gemacht, war an jedem Wochenende unterwegs - wenig Schlaf, viele Termine. Man merkt, dass das was mit einem macht.

Was war der Antrieb für Sie, Politik zu machen, Landespolitikerin werden zu wollen?

Quik Ganz ehrlich: Der Antrieb war die Politik der vorherigen Landesregierung. Ich hänge sehr an meiner Heimat, dem Niederrhein, und wenn ich sehe, was die rot-grüne Landesregierung in den vergangenen Jahren mit den ländlichen Gemeinden gemacht hat, dann werde ich wütend. Sie haben den ländlichen Raum ausgebootet. Das wollen wir wieder ändern.

Wie viel davon ist jetzt Wahlkampfrhethorik?

Quik Das ist wirklich meine Motivation. Ich will, dass mein Sohn in 20 Jahren hier noch gerne lebt, dass er eine gute Schule besucht, einen Ausbildungsplatz findet. Das ist meine Triebfeder.

Eine Ihrer Motivationen kann auch das schnellere Abarbeiten von Straßenbaustellen sein. Sie werden schließlich sehr viele Stunden auf der A 3 verbringen.

Quik Die Strecke kenne ich gut, da war ich schließlich auch schon bisher oft unterwegs. Heute Morgen war ich schon in Düsseldorf, habe mich mit neuen Abgeordneten getroffen. Heute Abend geht es auch noch mal zu einem Termin rüber. Danach soll es zum Wochenende ruhiger werden. Lutz Lienenkämper als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion hat uns schon wissen lassen, dass wir uns jetzt ein wenig gedulden müssen, bis es konkret mit der neuen Landtagsarbeit los geht. Das muss sich nun alles erst ordnen.

Hat sich eigentlich Herr Laschet schon bei Ihnen gemeldet?

Quik Der zwar noch nicht, aber es gab viele Abgeordnete, die mich schon kontaktiert haben. Besonders die, die mich vorher im Wahlkampf unterstützt haben. Irgendwann am Wahlabend habe ich einen Screen-shot meines Whatsapp-Accounts gemacht. Da standen 300 ungelesene Nachrichten und 50 ungelesene SMS. Es wird ein paar Stunden dauern, bis ich die jetzt alle abgearbeitet habe.

Stichwort Zahlen: Gibt es im Wahlkreis Ergebnisse, die Sie überraschen?

Quik Ganz ehrlich, ich hatte noch nicht so viel Zeit, in die Detailanalyse der Wahlergebnisse einzusteigen. Aber ich habe sehr wohl registriert, dass wir beim Erststimmenergebnis sehr gut liegen, auch wenn wir bei den Zweitstimmen etwas hinter dem Bundestrend liegen.

Frau Quik, meine Abschlussfrage: Haben Sie eigentlich schon darüber nachgedacht, wie Sie jetzt die Wochenenden verbringen, wenn Sie nicht mehr Kugelschreiber in Fußgängerzonen verteilen? Was folgt nach dem Wahlkampf?

Quik Ich will unbedingt mal wieder in den Sattel steigen, das habe ich vernachlässigt. Und den ersten Termin habe ich für das Wochenende auch schon im Auge. Im Wahlkampf habe ich die Feuerwehr in Obrighoven/Lackhausen besucht. Das war ein schöner Termin. Die Jungs haben mich für das Wochenende eingeladen, da wird ein Familienfest gefeiert. Da komme ich gerne.

SEBASTIAN PETERS FÜHRTE DAS INTERVIEW.

Quelle: RP
 
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