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Dinslaken
Rauchmelder retten Leben

Dinslaken. Seit Anfang des Jahres sind Rauchmelder auch in Privatwohnungen Pflicht. Die Feuerwehr Dinslaken hatte schon einige Einsätze, in denen die Meldegeräte Leben gerettet haben. Von Florian Langhoff

Ein schriller Signalton, der Hausbewohner vor Rauch in der Luft warnt. Bei nächtlichen Wohnungsbränden, die von den schlafenden Menschen in der Wohnung oft unbemerkt bleiben, bis es zu spät ist, können die kleinen Geräte an der Decke Leben retten. Die Erfahrung hat auch schon die Feuerwehr Dinslaken gemacht. "Wir hatten schon einige Einsätze, bei denen Familien wegen der Rauchmelder rechtzeitig aus der Wohnung kamen oder Nachbarn die Feuerwehr alarmierten, weil sie den Rauchmelder hörten", sagt Anton Gerlings. Er kümmert sich bei der Feuerwehr Dinslaken um den vorbeugenden Brandschutz.

Allerdings kamen die Feuerwehrleute auch schon zu Einsätzen, bei denen sie feststellen mussten, dass noch keine Rauchmelder in der Wohnung installiert waren. "Eigentlich ist es gesetzliche Pflicht, die Rauchmelder in Wohnungen zu installieren", erklärt Anton Gerlings. "Allerdings prüft das ja noch niemand nach."

Dementsprechend finden sich auch noch immer einige Wohnungen, in denen die Meldegeräte noch nicht, wie gesetzlich gefordert, von den Bewohnern oder Vermietern installiert worden sind. Oft sehen die Menschen hier einige negative Punkte. "Natürlich gibt es auch einige Nachteile wie Fehlalarme, aber die Vorteile überwiegen deutlich", erklärt Gerlings.

Gerade in der Nacht, wenn die Menschen schlafen, sollen die lauten Alarmtöne der Rauchmelder verhindern, dass jemand zu Schaden kommen. "Genau für diese Situation sind die Rauchmelder ja entwickelt worden", sagt Anton Gerlings.

Im Ernstfall sorgen die Meldegeräte dafür, dass ein Brand schneller erkannt wird und eventuell direkt gelöscht werden kann. Auf jeden Fall kann die Feuerwehr schneller alarmiert werden und damit auch eventuell der entstehende Schaden verringert werden. Vor allem dienen die Rauchmelder allerdings dazu, Menschen in Sicherheit zu bringen. "Wenn jemand keinen Rauchmelder installiert hat und ein Mensch zu schaden kommt, kann das richtige Probleme geben", sagt Anton Gerlings.

Installiert werden sollten die Rauchmelder dabei in allen Zimmern, in denen Menschen schlafen (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Gästezimmer) aber auch in allen Fluren, die im Notfall als Rettungswege dienen sollen. Dabei empfiehlt der Experte die Anschaffung von Meldegeräten, die mit einer Zehn-Jahres-Batterie ausgestattet sind. "Die kauft man einmal, hat dann erstmal Ruhe und muss sich nicht ständig um das Auswechseln der Batterien kümmern", erklärt Anton Gerlings. So ist man erstmal sicher ausgestattet in Sachen heimischer Brandschutz. Nach zehn Jahren sollte man die Rauchmelder dann allerdings austauschen. "Irgendwann sind die Messkammern der Geräte so verschmutzt, dass sie entweder keinen Rauch mehr melden würden oder aber Fehlalarme produzieren", erklärt Anton Gerlings. Aus Sicht der Dinslakener Feuerwehr ist die Installation der Rauchmelder in der Wohnung nicht nur eine Pflicht, sondern eine Maßnahme, die Leben retten kann.

Quelle: RP
 
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