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Dinslaken
Romantischer Scholtenhof-Weihnachtsmarkt

Dinslaken: Romantischer Scholtenhof-Weihnachtsmarkt
Sehr romantisch geht es auf dem Weihnachtsmarkt am Scholtenhof in Dinslaken immer zu. FOTO: Lars Fröhlich
Dinslaken. Der traditionelle Markt sorgte für Adventstimmung zwischen Kühen und Geschenkartikeln. Von Birgit Gargitter

Lichter blinken an den Tannen, die im Hof des Scholtenhofes aufgestellt sind. Sie verbreiten eine wohlige Atmosphäre und stimmen ein auf Weihnachten. Hier heißt es, trotz Gewusel vor den Weihnachtsmarktständen, einfach mal runterschalten, den Stress ausschalten, genießen und sich wieder über den Sinn von Weihnachten klar werden. Wie die Kinder es tun auf dem Scholtenhof, denn die sind ganz in ihrem Element, bestaunen die Kühe und ihre Kälber, die sich an die Mütter schmiegen oder neugierig auf die Besucher blicken. Wer diesem Reiz nicht mehr erliegt und sich schon "zu alt" für so etwas fühlt, der tobt derweil im Heu herum. Auch das gehört zum traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Scholtenhof. "So richtig romantisch, auch wenn ich das Gefühl habe, dass weniger Aussteller in diesem Jahr auf dem Hof sind, ist der Weihnachtsmarkt wieder sehr schön", schwärmt Silvia Heckmann.

Jeder Zentimeter des Hofes ist genutzt, doch kommt er einem in diesem Jahr lockerer, größer vor. Liegt das vielleicht an der anderen Aufteilung? Eine Scheune gehört ganz den lukullischen Genüssen, die anderen zwei sind nur mit Weihnachtsmarktständen bestück - neben jenen zwei Kühen und zwei Kälbern halt. Wer in jedem Jahr treu zu seinem Schotenhof steht, der trifft auf alte Bekannte, vermisst manch anderen Aussteller, der sich aus Altersgründen zurückgezogen, und macht sich mit einem neuen Angebot vertraut.

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Oder meint in einer kunstvoll gestalteten Marionette von Annette Schreiner plötzlich einen ehemaligen evangelischen Pfarrer zu erkennen, andere bringen ihn eher mit Albert Einstein in Verbindung. "Weder noch", sagt die Dinslakener Künstlerin und lacht, "da sieht man mal wieder, wie das Unterbewusstsein reagieren kann." Geiger, Maler, Gärtner - detailgetreu in tagelanger Handarbeit gestaltet, daneben Traumfiguren, märchenhaft.

Gedrechselte und geschnitzte Holzarbeiten, Präsente aus Papier gestaltet, Tannenbäume mit Küsschen beispielsweise, die reißenden Absatz finden, Kunstgestecke, Weihnachtsdecken, und Körbe, handgeflochten, ziehen die Besucher magisch an. Kinder scharen sich um die Korbflechterin, die kleine Reisigstücke bereithält und den jungen Besuchern die Möglichkeit bietet, sich selber an einem Korb zu versuchen. Mit Feuereifer sind sie dabei, die Kleinen. Und schließlich der Nikolaus - doch was ist mit ihm? Der Bart gestutzt, sportlich gekleidet mit Yuppie-Schal - nun "so sehe ich doch viel besser aus", sagt Harald Küpper und wendet sich einer Kundin zu, die viele Fragen zu seinen Lichterbögen hat. Und schließlich lohnte sich auch ein Gang in die Künstlerwerkstatt nebenan, die sich in den eigenen Räumen dem Scholtenhof-Weihnachtsmarkt anschloss und ihren Besuchern Einblicke in ihre Arbeiten gewährten.

Quelle: RP
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