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Dinslaken
Rotary verleiht Jugendpreis

Dinslaken: Rotary verleiht Jugendpreis
Die Preisträger: Henning Hüttermann, Monika Stencel, Johannes Schwerdt, Christian Blinkert und Mathias Geiger (2. bis 6. von links) wurden von den Mitgliedern des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken ausgezeichnet. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Zum zwölften Mal verlieh die Jugendstiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken einen Preis an junge Menschen, die sich durch besondere Leistungen und Engagement in verschiedenen Bereichen hervorgetan hatten. Von Florian Langhoff

Im "schönsten Raum der Stadt", dem Lohberger Ledigenheim, begrüßte Dieter Liman, Vorsitzender der Jugendstiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken, die Gäste. Diese waren gekommen, um die fünf jungen Preisträger zu ehren, die von der Stiftung mit einer besonderen Auszeichnung bedacht werden. "Ich finde es wichtig, junge Menschen für gesellschaftliches Engagement zu begeistern", sagte Dietmar Liman. "Ich glaube, dass manch einer altehrwürdigen Stiftung ein jugendlicher Impuls ganz gut tun würde." Auch Dr. Wilma Heim, Governorin des Rotary Distriktes 1870, betonte die Wichtigkeit, junge Menschen zu fördern, besonders, wenn es um das Thema Bildung gehe.

Engagierter Nachwuchs

Die Preisträger, die sich die Jugendstiftung auserwählt hatte, zeichneten sich alle durch besonderes Engagement oder außergewöhnliche Fähigkeiten aus. Monika Stencel verlieh man den Preis für ihr vielseitiges soziales Engagement. Die junge Studentin arbeitete bereits in Japan und Israel mit geistig und körperlich behinderten Menschen zusammen und ist auch kirchlich aktiv. Für seine Zielstrebigkeit im musischen und sportlichen Bereich wurde Johannes Schwerdt ausgezeichnet. Der 17-Jährige spielt bereits seit seinem fünften Lebensjahr Klavier, engagiert sich in Jugendparlament und evangelischer Kirche und tobt sich sportlich beim Schwimmen aus. Christian Blinkert und Mathias Geiger engagierten sich als Musiker im Rahmen eines Hilfsprojektes in Indien. Henning Hüttermann ehrte die Jugendstiftung des Rotary Clubs aufgrund seiner herausragenden sportlichen Leistungen und seiner Zielstrebigkeit als Hockeyspieler. Wegen einer Verletzung am Kreuzband nahm der Preisträger seine Auszeichnung auf Krücken entgegen.

Die Festrede bei der Preisverleihung hielt Egon Ramms. Der ehemalige Nato-General sprach über das Thema Afghanistan und lieferte Argumente, die Gegnern des Einsatzes deutscher Soldaten dort nicht sonderlich gefallen dürften. "Wenn wir nicht in Afghanistan bleiben, wendet sich die Bevölkerung von uns ab", erklärte Ramms. Denn Menschen, die den fremden Truppen im Land helfen, liefen Gefahr, von Taliban umgebracht zu werden. Der General a.D. kritisierte das "Wettrennen um den Abzug" als innenpolitisches Mittel, um in verschiedenen Ländern Wähler zu gewinnen. "Die jungen Menschen in Afghanistan brauchen Zeit für ihre Ausbildung. Alle müssen leisten, was sie können, um der Bevölkerung des Landes eine lebenswerte Zukunft zu ermöglich." Ramms sprach sich für eine längerfristige Unterstützung für Afghanistan aus und erntete dafür bei den Mitgliedern des Rotary Clubs Applaus.

Quelle: RP
 
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