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Dinslaken
Sanierung Türks-Halle für 22 Millionen Euro

Dinslaken. Öffentlichkeit soll im Frühjahr informiert und beteiligt werden.

In dieser Woche endete die Frist, innerhalb derer die Stadt Dinslaken die Förderung für die Stadthallen-Sanierung beantragen musste. Die Ausschreibung endete bereits im Sommer. Den Zuschlag für die, wie es in der Ausschreibung heißt, "Revitalisierung" der Stadthalle, erhielt das Stuttgarter Architekturbüro Blocher Blocher Partners.

Von etwa 15 Millionen Euro Kosten für die Sanierung war bislang die Rede gewesen. Dabei habe es sich allerdings nur um eine Schätzung gehandelt, so Baudezernent Dr. Thomas Palotz. Im Förderantrag sind Kosten von 22 Millionen genannt. Von der Finanzaufsicht habe die Stadt bereits grünes Licht für die Ausführungsplanung im Jahr 2016 erhalten. Dass Handlungsbedarf besteht, steht nicht erst seit dem Aus aus brandschutztechnischen Gründen fest. Hier sei "10, 15 Jahre nichts gemacht" worden, so Palotz: Im Prinzip "reden wir von einer Ruine".

Der erste, vorläufige Entwurf des Architekturbüros behält den grundsätzlichen Aufbau des Komplexes mit dem Bühnenturm bei, der für Dr. Thomas Palotz dem "typischen Zeitgeist der 70er Jahre" entspricht. Allerdings soll die Fassade erneuert werden - statt Kupfer sehen die ersten Entwurfsplanungen hier an einer Seite Photovoltaikelemente und im übrigen eine mattsilberne Optik vor.

An mindestens einer Stelle ist allerdings eine bauliche Erweiterung vorgesehen. An der zum Rathaus gewandten Hallenseite soll dafür die kleine Außenterrasse wegfallen. Die Fördermittel aus dem Programm zur "Ertüchtigung von kommunalen Gemeinbedarfseinrichtungen" sehen einen Quartiersbezug vor, dem hier baulich Rechnung getragen werden soll. Der in der Ausschreibung verlangten Barrierefreiheit soll nach den ersten Entwürfen auch ein Aufzug von der Tiefgarage in die Halle dienen.

Mit den potenziellen Nutzern der Halle wurde der Raumbedarf laut Stadtverwaltung im Sommer in einem Workshop abgesprochen, weitere Detailplanungen sollen folgen.

Die Stadthalle wird ab Januar 2016 geschlossen. Das letzte Konzert ist das Neujahrskonzert der Volksbank am 28. Dezember. Nach dem Zeitplan der Stadtverwaltung soll die Sanierung ein Jahr später, Anfang 2017, beginnen und bis Mitte 2018 abgeschlossen sein. Im Frühjahr 2016 sollen die Planungen laut Dr. Thomas Palotz so weit gediehen sein, dass sie der Öffentlichkeit präsentiert und zur Diskussion gestellt werden können. Das letzte Wort hat die Politik.

Laut Ausschreibung hat die Kathrin-Türks-Halle "große Adressqualität", der jedoch das Erscheinungsbild des Gebäudes im heutigen Zustand nicht mehr gerecht wird. Die Sanierung soll dann zukünftig der Stadthalle wieder ein ihrer Bedeutung für die Stadt entsprechendes und vor allem angemessenes Erscheinungsbild verleihen.

(aha)
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