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Dinslaken
Sauer macht Christdemokraten lustig

Dinslaken: Sauer macht Christdemokraten lustig
FOTO: Markus Joosten
Dinslaken. CDU-Stadtverband lud zum "unpolitischen Aschermittwoch" ins Lohberger Ledigenheim. Von Birgit Gargitter

70 Jahre in der CDU, das ist schon etwas ganz Besonderes. Und so war es Stadtverbandsvorsitzender Horst Miltenberger auch eine Freude, Lieselotte Stehr für ihr Engagement zu danken. Nicht nur sie, auch ihr Ehemann sei am selben Tag, genau am 8. Februar 1946, in die Partei eingetreten, so Miltenberger in seiner Eingangsrede zum "(Un)politischen Aschermittwoch" im Lohberger Ledigenheim am Mittwochabend. Auch ein Geschenk von "Angie", die "mit dem Nachnamen Merkel heißt", konnte ihr der Stadtverbandsvorsitzende überreichen.

Über 200 Gäste waren versammelt, um einen schönen Abend zu genießen, darunter die CDU-Bundestagsabgeordnete Marie-Luise Dött, die Landtagsabgeordnete Marie-Luise Fasse und Lilo Wallerich, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat. Keine kantigen Worte sollten an diesem Abend gesprochen werden, so Miltenberger, vielmehr sei es Tradition in der CDU Dinslaken, einen Angriff auf die Lachmuskeln vorzunehmen.

Dafür hatte die CDU Comedian Frank Sauer mit seinem neuen Programm "Mit Volldampf in die Sackgasse" eingeladen. Der in Berlin geborene, eingeschulte Schwabe und in Freiburg wohnende Sauer führte sich gleich richtig ein. Nachdem Miltenberger seine weit ausgeholte, ungefähr 20 Minuten dauernde Begrüßung hinter sich hatte, fragte der Comedian amüsiert: "Sind Sie sicher, jetzt alle genannt zu haben?"

Miltenberger war sich sicher, doch nein, ein Zettel Sauers erinnerte ihn: Thomas Groß, der stellvertretende Bürgermeister, war im ganzen Begrüßungstaumel untergegangen. Tja, so sei das halt mit der Höflichkeit, nahm Frank Sauer den Faden auf, um mit einigen Humoresken auf sein Programm einzustimmen.

Sauer versteht es, mit Worten zu jonglieren, rast mit einer Hochgeschwindigkeitsakrobatik durch die Begriffe Schnelligkeit und Langsamkeit, rappt, singt, lässt die Hüften schwingen und vor allem: Er nimmt das Publikum mit. Ob es dabei um Fußballer geht, zu deren Trainingsprogramm neuerdings Ballettunterricht gehöre, um kritische Anmerkungen zu Wortschöpfungen wie Migrationshintergrund oder um den Umgang mit der Zeit. Der Angriff auf die Lachmuskeln der Gäste war dem Comedian Frank Sauer vollends gelungen.

Quelle: RP
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