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Dinslaken
Schatzkammer-Richtfest in der Altstadt

Dinslaken: Schatzkammer-Richtfest in der Altstadt
Bauunternehmer Hermann Tecklenburg (Mitte) beim Richtfest mit Dinslakens stellvertretendem Bürgermeister Eyüp Yildiz (rechts) und dem Architekten Sven Blau, der die "Schatzkammer" geplant hat. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Ein wichtiger Baustein der Dinslakener Innenstadterneuerung. Der neue Gebäudekomplex auf dem früheren Hackfort-Grundstück soll Anfang des nächsten Jahres fertig sein. Noch sind neun von 25 Wohnungen zu verkaufen. Von Heinz Schild

Der unbeständigen Witterung war es geschuldet, dass Hermann Tecklenburg in Motorrad-Lederjacke und Jeans zum Richtfest für die "Schatzkammer" in der Altstadt erschien. Rund 100 Gäste konnte der Bauherr des neuen Wohn- und Gewerbegebäudekomplexes an der Kolpingstraße begrüßen. Der 68-jährige Unternehmer aus Straelen freute sich, seinen Gästen - darunter Erwerber der neu entstehenden Wohnungen, Mieter der Gewerbeflächen und auch Nachbarn - zeigen zu können, was er mitten in Dinslaken gebaut hat. "Das Objekt ist architektonisch ein Highlight", stellte der bestens gelaunte fest. Seine allzu optimistische Prognose, dass die künftigen Wohnungseigentümer bereits das Weihnachtsfest unter dem Tannenbaum in ihren neuen vier Wänden würden feiern können, korrigierte er auf Weihnachten des nächsten Jahres, wohl soll die Musterwohnung im Dezember fertig sein.

Von den 25 Eigentumswohnungen, die in den fünf Häusern auf dem ehemaligen Hackfort-Areal in unmittelbarer Nähe zur Vincentius-Kirche entstehen, sind bereits 14 Einheiten verkauft, zwei sind reserviert, vier noch zu erwerben, wie Swea Dechange von der Firma Tecklenburg Bau sagte. Die Übergaben sollen Anfang nächsten Jahres im Februar stattfinden. Zu den gewerblichen Mietern wird die Caritas gehören, kurz vor dem Vertragsabschluss stehe man mit der Seniorenpark-Betreiberfirma Carpe Diem aus dem Bergischen.

Stellvertretender Bürgermeister Eyüp Yildiz wertete das Bauprojekt als wichtigen Teil der Innenstadterneuerung und war überzeugt, "dass Dinslaken als Ganzes davon profitieren wird". Es dokumentiere, dass der Investor an diesen Standort glaube. Trotz einiger Schwierigkeiten, die es zu meistern galt, hat Hermann Tecklenburg nie den Glauben an den Standort Dinslaken verloren. Wie der Firmenchef im RP-Gespräch sagte, sind bei Projekten in Stadtmitte in der Regel drei Jahre Vorarbeit zu leisten, bevor der erste Spatenstich stattfinden kann. Bei acht von zehn Objekten gebe es Einspruch von Nachbarn. "Das ist mir selbst in meiner Heimatstadt Straelen passiert", berichtete Tecklenburg, der allerdings auch Verständnis für die Nachbarn und deren manchmal skeptische Haltung gegenüber Veränderungen aufbringt. Den Gebäudekomplex der "Schatzkammer" betrachtet der Bauunternehmer als "deutliche Aufwertung für Dinslaken". Die Entscheidung, hier zu bauen, hatte er getroffen, nachdem er sich mehrfach, auch gemeinsam mit seiner Frau Martina Voss, der ehemaligen deutschen Fußballspielerein, in Dinslaken umgesehen und ein Gefühl für die Stadt entwickelt hatte. "Hier kannst du einsteigen", sagte er sich damals. Zudem gibt es in Dinslaken auch genügend gut betuchte Kunden, die sich eine Komfortwohnung in der Altstadt leisten können.

Quelle: RP
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