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Voerde
Schaufenster erinnert an Tschernobyl

Voerde. Geigerzähler waren Mangelware im Frühjahr 1986. Am 26. April des Jahres war es im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine zum GAU gekommen. Zum größten anzunehmenden Unfall. Daran erinnert nun auch ein Sonderschaufenster der Buchhandlung Lesezeit in Voerde, ehemalige Mitglieder des Tschernobyl-Projekts haben es gestaltet.

Die Gruppe aus Voerde, die sich vor allem für betroffene Kinder einsetzte, hat sich inzwischen aufgelöst. Doch die Erinnerung an die Katastrophe ist bei vielen damals engagierten Menschen noch wach. Bis heute hat es viele weitere Störfälle in Atomkraftwerken gegeben. Aktuell die Unsicherheit der belgischen Reaktoren Tiange und Doel. Auch Fukushima 2013 ist noch in Erinnerung. In Tschernobyl wird zur Zeit eine neue Schutzhülle für den Reaktorblock 4 gebaut, die die alte rissig gewordene Betonhülle ersetzen soll. Das ist auch auf einem Foto zu sehen, das zu einem Sonderschaufenster der Buchhandlung Lesezeit in Voerde gehört. Der Fotograf des Bildes heißt Rasmus Buchsteiner, er stammt aus Voerde und besuchte das Gelände des Unglücksreaktors im März 2016 gemeinsam mit einer Delegation und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Lissy Füllgraf und Marlies Wellmer, die Initiatorinnen des Voerder Tschernobyl-Projektes, freuen sich, dass durch das Schaufenster in Voerde auf den 30. Jahrestag von Tschernobyl aufmerksam gemacht wird. Bei einem Zusammentreffen in der Buchhandlung mit einer jungen Moskauerin, die zurzeit als Gastschülerin am Gymnasium Voerde ist, erfuhren Lissy Füllgraf und Marlies Wellmer, dass das junge Mädchen noch nie etwas von diesem GAU in Tschernobyl gehört hatte. Nun erfuhr sie etwas von den Ereignissen des 26. April 1986.

Quelle: RP
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