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Dinslaken
Schulen: Politik muss Prioritäten setzen

Dinslaken: Schulen: Politik muss Prioritäten setzen
Aus der Grundschule Lohberg soll das "Bildungsinnovationszentrum Sankt Marien" werden. FOTO: Kempken
Dinslaken. Nicht alle geplanten Arbeiten können im Rahmen des ersten Sanierungspaketes umgesetzt werden.

So viel steht fest: Das 2013 beschlossene erste Schulsanierungspaket kann nicht in der ursprünglich geplanten Reihenfolge umgesetzt werden. Durch neu hinzugekommene Vorhaben an drei Grundschulen wird die festgelegte Summe von 30 Millionen Euro überschritten, so dass die Politik in der kommenden Woche darüber beraten muss, welche Arbeiten in ein zweites - noch zu beschließendes - Paket auf die Zeit nach 2019 verschoben werden müssen. Wie berichtet, sorgt der nun dreizügige Umbau von Hagen- und Averbruchschule sowie die nachträglich beschlossene (konzeptionelle und bauliche) Weiterentwicklung der Grundschule Lohberg für erhöhte Kosten. Der Vorschlag der Verwaltung lautet daher: Grundschule Lohberg, Hagenschule, Averbruchschule und EBGS (Turnhalle und Aula) stehen als nächstes auf der Liste, Arbeiten an Theodor-Heuss-Gymnasium, Gustav-Heinemann-Schulzentrum und Dorfschule sollen geschoben werden.

Die CDU-Fraktion hat sich mit dem Thema befasst und will den Verwaltungsvorschlag so nicht mittragen: Die Fraktion will ein "erkennbares System" erklärt Vorsitzender Heinz Wansing und daher alle Grundschulbaustellen vorrangig abarbeiten. Sämtliche Arbeiten an den weiterführenden Schulen sollen in einer zweiten Abwicklungsphase angegangen werden. Außerdem möchte die Fraktion die Sanierung der Grundschule Lohberg (Kosten: 4,5 Millionen Euro) ans Ende der ersten Phase rücken. Denn: Inzwischen ist klar, dass die erhoffte Bundesförderung nicht bewilligt wird, so dass die Stadt sich um einen Zuschuss aus anderen Töpfen bemühen muss. So gewinnt man nach Meinung der CDU Zeit zur Beschaffung neuer Fördermittel und kann sehen, wie das neue Konzept des "Bildungsinnovationszentrum Marien Lohberg", sich entwickelt.

Akute Reparaturen an weiterführenden Schulgebäuden sollen jedoch jederzeit aus dem laufenden städtischen Etat finanziert werden können, betont Wansing. Er kann sich auch vorstellen, dass - wenn die finanziellen Rahmenbedingungen es erlauben - das zweite Sanierungspaket vorgezogen wird.

Auch die SPD-Fraktion wird heute über die Änderungen bei der Priorisierung der Schulsanierungen beraten. Der schulpolitische Sprecher Helmut Weinreich kann sich ähnlich wie die CDU vorstellen, zunächst die Grundschulbaustellen komplett abzuarbeiten, bevor die weiterführenden Schulen an die Reihe kommen. Mit Blick auf den Umbau der Grundschule Lohberg hält er es auch für sinnvoll, zunächst weitere Fördermöglichkeiten zu prüfen. Das neue Bildungskonzept in Lohberg soll jedoch auf jeden Fall wie geplant starten.

(rme)
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