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Dinslaken
Schulprojekt: Vier Tage Mutter sein

Dinslaken: Schulprojekt: Vier Tage Mutter sein
Sie erlebten, was es heißt, Mutter zu sein. FOTO: FAS
Dinslaken. Fünf Schülerinnen der Friedrich-Althoff-Sekundarschule holten Baby an Bord.

"Baby an Bord" hieß es für fünf Schülerinnen der Friedrich-Althoff-Sekundarschule im Alter von 15 bis 16 Jahren. Insgesamt vier Tage und drei Nächte konnten sie realistisch erleben, was es heißt, Mutter zu sein. Das Projekt "Perspektive Elternschaft? Ein Jungen- und Mädchenprojekt mal anders!", gefördert im Rahmen des LVR-Programms "Kommunale Bildungslandschaft", war ein voller Erfolg. Geleitet wurde das Projekt von Swantje Ulrich (Stadt Dinslaken) gemeinsam mit den Schulsozialarbeiterinnen des Kinderschutzbundes, Lisa Galla, Isabel Niet und Lisa Brandenberg.

Mit Babysimulationspuppen, die sich wie echte Säuglinge verhalten und deutlich laut geben, wenn sie gefüttert werden wollen oder wenn die Windel gewechselt werden muss, konnten die Schülerinnen den typischen Tagesablauf mit einem Baby erleben. Die Gründe der Mädchen, sich für das Projekt anzumelden, waren so vielfältig wie die Mädchen selbst: Einmal erleben wie es ist, eine Mama zu sein. Verstehen, warum manche Leute ihre Kinder abgeben wollen oder einfach wissen, wie sich die eigene Mutter damals gefühlt hat. Im Rahmenprogramm wurden Themen wie Partnerschaft und Lebensplanung sowie Gesundheit, Kinderpflege und Erziehung in den Blick genommen.

Auch ein gemeinsamer Besuch der Beratungsstelle für Schwangerschaft und Sexualität stand auf dem Programm. In entspannter Atmosphäre erhielten die Jugendlichen von Awo-Mitarbeiterin Anja Krebs Informationen rund um die Themen Verhütung und Sexualität. Elternschaft ist aber auch nicht nur einfach. Von daher ging es bei den täglichen Treffen auch um ernste Themen. Mit Hilfe von Modellen und Simulatoren zeigte Swantje Ulrich den Jugendlichen die Auswirkungen des Konsums von Drogen oder Alkohol in der Schwangerschaft. Auch die Folgen eines Schütteltraumas für das Kleinkind wurden so simuliert und erfahrbar.

Das Resümee der Mädchen war durchweg positiv. Sie hatten sich schnell an ihre Babys und die Mutterrolle gewöhnt. Allerdings wurde ihnen durch die anstrengende Zeit auch bewusst, welch große Verantwortung und Einschränkungen ein Kind mit sich bringt. Alle sind sich einig: Kinder möchten wir auf jeden Fall, aber das hat noch Zeit.

Quelle: RP
 
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