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Dinslaken
Schulsanierung unter besten Bedingungen

Dinslaken: Schulsanierung unter besten Bedingungen
Walburga Wüster (Prozent GmbH), Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann und Thomas Termath (Geschäftsbereich Schule, v.l.) stellten die Broschüre "Dinslaken macht Schule" vor. FOTO: Kempken
Dinslaken. Die Stadt hat eine Broschüre herausgegeben mit einem Modell zum zeitgemäßen Sanierungsbau.

"Dinslaken macht Schule. Bildung unter besten Bedingungen" heißt eine Broschüre, die die Stadt Dinslaken jetzt herausgegeben hat. Auf 31 Seiten im Din A4-Format wird darin das "Dinslakener Modell" der Schulsanierungen vorgestellt. Tue Gutes und rede darüber? Nicht ohne Anlass: Die Stadt verzeichnete "bundesweit eine große Nachfrage nach dem Dinslakener Modell zur zeitgemäßen Schulbausanierung". Zahlreiche Kommunen - etwa Ibbenbüren und Kamp-Lintfort - hätten sich bereits danach erkundigt und vor Ort informiert, sagt Walburga Wüster, Geschäftsführerin der stadteigenen Prozent GmbH, die die Sanierungen durchführt.

Die Besonderheiten des Dinslakener Modells: Anders als früher und in anderen Kommunen noch heute, werde nicht nach Bedarf repariert, so die städtische Beigeordnete Christa Jahnke-Horstmann. Sondern die Politik hat 2013 beschlossen, die Schullandschaft umfangreich und systematisch zu sanieren.

Sämtliche Schulstandorte wurden untersucht und ein Sanierungsbedarf von insgesamt 63 Millionen Euro errechnet. In der ersten Sanierungsphase bis 2020 werden etwas mehr als 30 Millionen Euro investiert, die Hälfte davon ist schon verplant bzw. verbaut, so Walburga Wüster. Viel Geld - dennoch entlasten die Sanierungen den Haushalt langfristig, wie Christa Jahnke-Horstmann betont: Gebäude, die nach pädagogischen Gesichtspunkten modernisiert und deren Flächennutzung optimiert würde, stünden in der städtischen Bilanz mit einem höheren Wert als lediglich instandgesetzte Schulgebäude.

Eine weitere Besonderheit waren die Standortkonferenzen an den Schulen: Dabei wurden sämtliche Beteiligte in die Planungen einbezogen, von den Lehrern über die Eltern und die Politik bis hin zum Offenen Ganztag. Gemeinsam mit einem externen Planungsbüro wurden die Ideen entwickelt und werden nun von der Prozent GmbH umgesetzt. Diese hat gegenüber der Stadt den Vorteil, "schneller, günstiger und flexibler" zu sein, erläutert Walburga Wüster. Durch die Abwicklung der Schulsanierungen über die Gesellschaft spare die Stadt zwischen acht und 14 Prozent. Unter anderem erbringe die Prozent einen großen Teil der Architektur- und Ingenieurleistungen selbst.

Neben Konzept und Kosten des Dinslakener Schulsanierungsmodells stellt die Broschüre auch erste sichtbare Erfolge vor: die sanierte Friedrich-Althoff- und Klaraschule - ergänzt mit Bildern und Stimmen der Kinder. Denn um die und deren Bildung gehe es schließlich, betonte Christa Jahnke-Horstmann.

Die Erstellung der Broschüre hat 2000 Euro gekostet. Sie ist in einer Auflage von 250 Stück erschienen, wird an Schulen und interessierte Kommunen ausgegeben und soll in den kommenden Tagen auch auf www.dinslaken.de abrufbar sein.

(aha)
 
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