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Voerde
Schwerpunktaktion: Flüchtlinge überprüft

Voerde. Einsatz mit Polizei auch in der Landeserstaufnahmeeinrichtung an der Grenzstraße in Voerde.

In der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Flüchtlinge im Gewerbegebiet Grenzstraße fand in den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages eine gemeinsame Aktion des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Bezirksregierung Arnsberg und der Ausländerbehörde statt, an der die Kreispolizei Wesel im Zuge der Amtshilfe beteiligt war. Gegen 6 Uhr erschienen die Beamten. Ziel war die eindeutige biometrische Erfassung von Geflüchteten, die aus Marokko und Algerien stammen. Dadurch ist eine spätere eindeutige Identifizierung dieser Menschen möglich, auch sollen Mehrfachidentitäten ausgeschlossen werden. Auch geht es um die Klärung, ob Verbindungen zu Straftaten bestehen.

Im Zuge dieser Schwerpunktaktion, die landesweit in Einrichtungen an 33 Standorten stattfand und auch dazu dienen soll, den Aufenthaltsstatus der Geflüchteten zu klären, wurde Betroffenen Gelegenheit gegeben, umgehend einen Asylantrag zu stellen, falls sie dies noch nicht gemacht haben. Wie Michael van Meerbeck, Leiter des Caritasverbandes für die Dekanate Dinslaken und Wesel, der die Landeseinrichtung betreibt, sagte, wurden 13 Betroffenen mit dem Bus zur Registrierungsstelle nach Düsseldorf gefahren. Die gesamte Aktion ist nach seinen Worten ruhig verlaufen. Auch nach Aussage der Polizei gab es in Voerde keine Zwischenfälle.

Flüchtlingen aus Marokko und Algerien wird nur in Ausnahmefällen der Asylstatus gewährt. Ein abgeschlossenes Asylverfahren ist allerdings Voraussetzung für eine mögliche Abschiebungdieser Flüchtlinge in ihr Heimatland. Wer keinen Asylantrag stellt, gegen den besteht der Verdacht des unerlaubten Aufenthalts in Deutschland, wie die Bezirksregierung Arnsberg mitteilte.

(hsd)
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