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Dinslaken/Voerde/Hünxe/Walsum
Sechs Gemeinden haben Presbyter gewählt

Dinslaken/Voerde/Hünxe/Walsum. Unter dem Stichwort "Aufkreuzen" standen die Presbyteriumswahlen in der Evangelsichen Kirche. Auch in den Gemeinden des Kirchenkreises Dinslaken waren die Gemeindemitglieder aufgerufen, ihre Kirchenparlamente für die nächsten vier Jahre zu wählen.

In sechs der acht Gemeinden wurden für das Amt genug Männer und Frauen gefunden, so dass eine Wahl stattfand. In den Gemeinden Dinslaken und Spellen-Friedrichsfeld werden die Wahlen im Verlauf des kommenden Jahres nachgeholt. Damit liegt der Anteil der Gemeinden, die wählen konnten, im Kirchenkreis Dinslaken bei 75 Prozent. Angesichts der landeskirchlichen Zahlen eine gute Quote. Der hochgerechnete Anteil der Gemeinden, die eine Wahl durchgeführt haben, lag bei rund 40 Prozent.

So unterschiedlich wie die Gemeinden des Kirchenkreises, der sich über eine Fläche von Walsum bis Gahlen erstreckt und sowohl städtische Ruhrgebietsgemeinden als auch ländlich geprägte Niederrheindörfer zusammenbindet, so verschieden sind auch die Ergebnisse der Wahlen. Während Gahlen mit einer Wahlbeteiligung von 16,1 Prozent vergleichsweise gut dasteht, war es in den beiden Walsumer Gemeinden Aldenrade und Vierlinden sehr schwer, die Gemeindemitglieder zu mobilisieren. Dort lag die Wahlbeteiligung jeweils bei 6,6 Prozent. Doch selbst in Gahlen ist damit die Wahlbeteiligung deutlich zurückgegangen, lag sie doch bei der vorherigen Wahl 2012 noch bei fast 21 Prozent. Der Durchschnitt der sechs Gemeinden im Kirchenkreis, die eine Wahl durchgeführt haben, beträgt 9,5 Prozent. Das Mittel der Rheinischen Landeskirche liegt nach den ersten Berechnungen leicht niedriger bei 9,3 Prozent.

Interessant sind auch die Unterschiede im Frauenanteil in den Presbyterien. Auch hier nimmt Gahlen wieder eine Sonderrolle ein. Dort sind nur vier von 14 Plätzen von einer Frau besetzt (28,5 Prozent). Anders sieht es in Vierlinden aus: Hier sind 13 von 20 Plätzen weiblich besetzt (65 Prozent). In den anderen Gemeinden liegt der Anteil der Frauen bei 57,8 Prozent in Götterswickerhamm, bei 52,9 Prozent in Hiesfeld, bei 46,6 Prozent in Hünxe und bei 46,1 Prozent in Aldenrade. Daraus ergibt sich ein leichter Vorsprung der Frauen in den Leitungsgremien der Gemeinden: 51 Prozent (2012: 49,5 Prozent).

Der jüngste Presbyter im gesamten Kirchenkreis ist übrigens der 19 Jahre alte Gahlener Nico Wischerhoff. Der Älteste ist Arno Wolters aus Aldenrade mit 74 Jahren. Im März werden die neuen und wiedergewählten Presbyterinnen und Presbyter in ihre Ämter eingeführt. Die Gottesdienste mit Segnung der Gewählten finden am Sonntag, 6. März, statt.

Quelle: RP
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