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Dinslaken
Seefahrer und Kumpel auf großer Fahrt

Dinslaken. Der MGV Concordia, der Shanty Chor Hiesfeld und der Volks-Chor reisten in "die bunte Welt der Musik" Von Bettina Schack

Mit dem MGV Concordia des Bergwerks Lohberg 1916, dem vom Mühlenchor verstärkten Volks-Chor Dinslaken 1919 und dem Shanty Chor Hiesfeld ging es hinein in "die bunte Welt der Musik". Gleich das erste Stück in der Aula des GHZ in Hiesfeld konnte angesichts der Chöre aus den Reihen der AG musischer Vereinigungen in Dinslaken nicht überraschen: Der Abend begann maritim mit dem Lied der Fischer "Vicin o mare". Aber halt: Die Sänger auf der Bühne trugen schwarze Uniformen statt weißer Matrosenhemden und sie sangen auch sehr sauber intoniert a cappella statt zur Begleitung von Akkordeon und Gitarre.

Tatsächlich war es auch der MGV Concordia unter der Leitung von Walter Buß, der die Klänge anstimmte, die man eigentlich eher vom Shanty Chor erwartet hätte. Die typischen Bergmannsweisen, darunter das positiv gestimmte "Glück auf, ihr Bergleut jung und alt" gab es erst im zweiten Set - sie rahmten ein ebenso maritimes "Fremde Häfen" ein.

Und weiter ging es mit Liedern um die Seefahrt ("Conquest of Paradise" aus dem Film "1492") und über die Liebe der Matrosen ("My Bonnie", gesungen von einer, die auf ihrem Liebsten auf See wartet). Dieses Mal reihte sich Walter Buß unter die Sänger ein: Die genannten Titel gehörten zum Repertoire des Volks-Chores Dinslaken. Dieser tritt inzwischen gemeinsam mit dem Mühlenchor auf, begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von Chorleiter Juri Dadiani und Gabriele Kortas-Zens auf gleich zwei Klavieren.

Mit "Jetzt kommen die lustigen Tage" stimmte der Volks-Chor ein echtes Volkslied an, mit "Warum bist du gekommen" aus "Der Bajazzo" führte die Reise in die Welt der Oper.

Und dann, als der Volkschor seine musikalische Europareise unter dem kräftigen Applaus des Publikums beendet hatte, trat der Shanty Chor Hiesfeld als mannstärkste Formation des Abends auf die Bühne - um mit "Wenn bei Sturm und Wetterlicht" einen Ausflug in die Gefilde der Operette zu unternehmen. "Ist das überhaupt noch deren Chorleiter" fragte sich mancher zu Beginn. Aber neu beim Shanty Chor ist nur die bald erscheinende CD, bei Thomas Baumann war lediglich der Bart ab.

"Aber es wird wieder zuwachsen", beruhigte Thomas Baumann all diejenigen, die ihn nicht mehr erkannt haben. Und steuerte seine singenden Seebären durch die Fahrwasser, für die der Chor von der Küste bis tief ins Binnenland bekannt ist: schottische Balladen zu Whistle, mehrstimmige italienische Weisen und ein schon ohne die E-Gitarre der Album-Einspielung rockig-raues "Santiano".

Die Stimmung in der GHZ-Aula wogt - da schließt sich der Kreis und die Bühne wird schwarz-weiß. Gemeinsam mit dem MGV Concordia sang der Shanty Chor das Steigerlied.

Quelle: RP
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