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Dinslaken
SPD-Senioren: Brigitte Niklas gibt Vorsitz ab

Dinslaken. Noch gibt es keinen Nachfolger für die langjährige Vorsitzende der AG 60plus im Ortsverein Nord.

Bei der nächsten Frühstücksrunde der SPD-Senioren in der AG 60plus des Ortsvereins Dinslaken-Nord steht ein wirklich wichtiges Thema auf der Tagesordnung. Denn bei den dafür angekündigten Neuwahlen wird die langjährige Vorsitzende Brigitte Niklas nicht mehr für den Vorsitz kandidieren. "Irgendwann muss Schluss sein", sagt die 66-Jährige, die morgen Geburtstag feiert, nach 13 Jahren in der Verantwortung.

Auch wenn die 30 bis 35 Senioren, die am regelmäßigen Frühstück der AG 60plus teilnehmen, Brigitte Niklas ganz bestimmt vermissen werden, wäre das vielleicht nur halb so schlimm, würde jemand den Posten der Vorsitzenden übernehmen. Doch ein Nachfolger ist nicht in Sicht, die Frühstücksrunde steht vor dem Aus, vielleicht damit die komplette AG 60plus in Dinslaken-Nord.

Hildegard Niklas trat im Jahr 2000 in die SPD ein. "Politisch interessiert war ich vorher schon, aber da hatte ich wegen der Kinder weniger Zeit", erinnert sich die Sozialdemokratin, die sofort Verantwortungsbewusstsein zeigte. 2001 wurde sie Schriftführerin in der AG 60plus, nur ein Jahr später Vize-Vorsitzende. An ihrer Seite stets der ebenfalls bei den SPD-Senioren aktive Ehemann Friedel. Und wieder dauerte es nur ein Jahr, bis Brigitte Niklas 2003 den Vorsitz der Senioren-Arbeitsgemeinschaft übernahm. Ihr Engagement kam bei den Genossen offenbar gut an: Anfangs frühstückte man noch mit etwa zehn Personen in den Räumlichkeiten der Awo an der Augustastraße, doch dort wurde es zu eng, man zog 2005 um ins Heim der Kaninchenzüchter am Augustaplatz. Seitdem treffen sich dort meistens "die üblichen Verdächtigen" an jedem zweiten Donnerstag im Monat. "Mal wird nur dumm gequatscht, mal ernsthaft politisch diskutiert und gestritten", beschreibt Niklas die Atmosphäre beim monatlichen Frühstück, zu dem auch gerne Gäste eingeladen werden. Bundes- und Landtagsabgeordnete standen der Runde bereits Rede und Antwort, mussten sich häufig Kritik an der SPD-Politik "da oben" gefallen lassen.

Auch andere Personen aus dem öffentlichen Leben waren gern gesehene Gäste. "Einer meiner persönlichen Höhepunkte war das gemeinsame Frühstück mit der ehemaligen stellvertretenden Bürgermeisterin Margarete Humpert und ihrem Nachfolger Eyüp Yildiz", erinnert sich Brigitte Niklas.

Außer dem monatlichen Frühstück veranstaltet die AG 60plus durchschnittlich zwei Tagesausflüge pro Jahr. Mal ging es mit dem Nostalgiebus nach Brügge, mal auf Planwagenfahrt durch die Region oder zum Grillen an den Rhein - und einmal für drei Tage zur Bundesgartenschau nach Gera. Die Fahrten seien beliebt, weil man in geselliger Runde einfach mal "raus" kommt und interessante Dinge erlebt, meint die Sozialdemokratin.

All das steht nun auf dem Spiel, wenn am 14. Mai kein Nachfolger für die scheidende Vorsitzende gefunden werden sollte. "Ich wäre schon sehr traurig", sagt Brigitte Niklas.

(kub)
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