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Dinslaken
Sponsoren tragen laufende WLAN-Kosten

Dinslaken: Sponsoren tragen laufende WLAN-Kosten
Kostenlos geht es in der Innenstadt bald ins Netz. FOTO: Lars Fröhlich
Dinslaken. Die Innenstadt geht ans Netz: Im September beschloss der Stadtrat, an zwei Plätzen öffentliche Funknetzwerke für einen kostenlosen Zugang ins Internet anzubieten. Nun steht der Plan kurz vor der Umsetzung. Die Stadt investiert rund 3000 Euro, um am Neutorplatz und am Altmarkt WLAN-Punkte installieren zu lassen, Sponsoren übernehmen die laufenden Kosten. Von Zlatan Alihodzic

Sobald die Telekom die Leitungen freigeschaltet hat, werden die Router von einem Dinslakener Unternehmen angebracht. "Wenn die technischen und baulichen Umsetzungen erfolgt sind, kann es losgehen", erklärt Svenja Krämer von der Wirtschaftsförderung. Der Auftrag an den Solinger Dienstleister SIB-Systeme mit seinem Angebot "your-spot" sei bereits vergeben.

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Die Nutzer können sich an den beiden Standorten nach Bestätigung der allgemeinen Geschäftsbedingungen - in denen zum Beispiel der Datenschutz geregelt wird - ins Netz einwählen. Zwar gibt es eine zeitliche Beschränkung, danach könne man sich gleich wieder anmelden, verspricht Svenja Krämer. Details müssten noch mit dem Anbieter geklärt werden.

Nach der Einwahl wird den Nutzern zunächst eine sogenannte Landingpage angezeigt, die etwa der Startseite eines Internet-Browsers entspricht. Dafür wurde "your-spot" konzipiert. Die Firma verspricht auf ihrer Website, "Werbegemeinschaften, Stadt- und Stadtteil-Marketing näher zum Kunden, näher zum Bürger" zu bringen. Die Stadt hat die Möglichkeit, auf der Landingpage Veranstaltungen wie verkaufsoffene Sonntage, den Weihnachtsmarkt oder Stadtfeste anzukündigen. Darüber hinaus können Händler Anzeigen schalten.

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Damit endet aber nicht der Nutzen der kostenlosen WLAN-Netze für Verwaltung und Stadtmarketing. Das System ermöglicht es, "zu messen, wie viele Kunden sich in dem Bereich aufhalten und wie viele sich von einem Ort zum anderen bewegen", erklärt Svenja Krämer. "Man weiß zum Beispiel, wer sich am Neutorplatz einwählt, dann hinüberwandert zum Altmarkt und wie lange sich die Nutzer etwa dort aufhalten." Dabei würden keine personenbezogenen Daten gespeichert. "Es wird nur die Anzahl der Geräte erfasst. Niemand muss sich Sorgen um den Daten- und Persönlichkeitsschutz machen", sagt Krämer.

Vor der Vergabe des Auftrags an SIB-Systeme hatte die Stadt bereits ein Angebot von Unitymedia erhalten. Der Kabelnetzbetreiber installiert in zahlreichen Städten kostenlose WLAN-Netze, auch Dinslaken steht auf seiner Agenda. "Es waren aber nicht unbedingt die Standorte, die wir präferiert haben", erläutert Krämer. Der Altmarkt fehlte nämlich, Detailfragen konnten bis zuletzt nicht geklärt werden. Nun erwies sich Unitymedia allerdings schneller als die Stadt. Auf dem Neutorplatz und sogar etwas darüber hinaus bietet das Unternehmen einen kostenlosen WLAN-Zugang an, auch vor der Stadtbibliothek kann man sich in ein Netz einwählen. Nach einer Übertragung von 100 MB wird die Verbindung allerdings stark gedrosselt. Wie die Regelung beim Zugang über einen "your-spot" sein wird, ist noch nicht klar.

Sollte das Angebot Neutorplatz und Altmarkt angenommen werden, könne man das Netz schrittweise erweitern. Dafür sollten bestehende Zugangspunkte genutzt werden, was Kosten spart. Zur Finanzierung des Betriebs der beiden ersten "your-spots" konnten Volksbank, Sparkasse, Kaufleute und Gastronomen gewonnen werden.

Die Neutor-Galerie bietet ihren Besuchern ein kostenloses WLAN-Netzwerk an. Für die Einwahl bei Unitymedia müssen sich Nutzer einmalig per SMS registrieren. DSL-Kunden der Telekom können deren Hotspot-Netz sowie das des Partners FON kostenlos nutzen.

Quelle: RP
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