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Lokalsport
12. Dinslakener Sparkassen City-Lauf Grunenberg läuft Graute wieder davon

Dinslaken. Der Vorjahressieger gewinnt erneut den Dinslakener Sparkassen City-Lauf. Felicitas Vielhaber ist die schnellste Frau. Von Timo Kiwitz

Wer etwas über die Erfolgsgeschichte des Dinslakener City-Laufes erfahren will, der sollte sich einmal mit Matthias Graute unterhalten. Der Zweite ist der erste Verlierer betonen besonders ehrgeizige Sportler gerne. Doch der 33-jährige Essener sieht gestern um kurz nach 13 Uhr im Zielbereich an der Voerder Straße so gar nicht wie ein Geschlagener aus. Graute ist bei der zwölften Auflage eben zum fünften Mal hintereinander Zweiter geworden, aber er strahlt über das ganze Gesicht. "Dieser Wettkampf hier ist für mich einfach gebucht. Nirgends sonst gibt es so eine schöne Strecke und die Stimmung ist immer großartig", sagt der mehrfache Deutsche Duathlon-Meister.

Dem Sieger Karol Grunenberg, der sich wie im Vorjahr souverän gegen Graute durchsetzte und nach 31:34 Minuten im Ziel war, ist es fast schon ein wenig zu warm: "Da musste ich mich erst einmal zwei Runden dran gewöhnen. Hinten raus bin ich dann sogar schneller gelaufen. Mit der Zeit kann ich auf jeden Fall zufrieden sein. Schließlich bin ich direkt aus dem Training heraus gelaufen", erklärt der Mann vom LTV Germania Überruhr, der im letzten Jahr noch für den ASV Duisburg startete.

Die erste von vier 2,5 Kilometer langen Runden "Um die Burg" kann Graute mit dem Sieger von 2016 mithalten, dann verschärft Grunenberg das Tempo noch einmal und der Essener muss ziemlich schnell deutlich abreißen lassen, kommt schließlich nach 32:31 Minuten ins Ziel. "Karol ist momentan aber auch einfach eine Klasse für sich", gibt der Unterlegene später zu, "aber ich ärgere mich wirklich nicht über Platz zwei, sondern freue mich lieber darüber, dass ich einige andere richtig schnelle Läufer geschlagen habe."

Wie den Drittplatzierten Patrik Meinike von der LG Olympia Dortmund (32:49), der im Ziel auch gleich voll des Lobes über den City-Lauf ist: "Tolles Wetter, tolle Stimmung." Ganz ähnlich äußert sich auch die schnellste Frau im Feld: "Ich war vor zehn Jahren zum letzten Mal in Dinslaken, aber es ist wirklich sehr schön hier", sagt Felicitas Vielhaber, die schon bei ihrem ersten Start 2007 gewinnen konnte, mittlerweile aber drei kleine Kinder hat und zuletzt auch länger erkrankt ausfiel. Mit ihrer Zeit von 38:10 Minuten kann die Läuferin von TuSEM Essen deshalb auch sehr zufrieden sein. Fünfeinhalb Kilometer liegt die spätere Siegerin noch recht deutlich hinter Melina Buil vom SV Sonsbeck (39:05) auf Rang zwei: "Doch dann ist der Abstand immer kleiner geworden, was mich natürlich noch einmal zusätzlich motiviert hat", sagt Vielhaber.

Die Blondine aus Essen hat gerade verschnauft, als sich Michael Keuten in der Pausenhalle des Theodor-Heuss-Gymnasiums die erste kleine Auszeit nimmt. Der Cheforganisator gönnt sich rundum zufrieden ein Stückchen vom bereits sehr ausgedünnten Kuchenbuffet. Wie es denn läuft? "Einfach geil", findet der Vorsitzende von Marathon Dinslaken, "wir haben mit Nachmeldungen wieder über 3200 Starter, die Zuschauer kommen in Massen, das Wetter ist super und auch unser Sicherheitskonzept scheint voll aufgegangen zu sein. Es freut mich auch sehr, dass wieder so viele schnelle Läufer nach Dinslaken gekommen sind", schwärmt Keuten, bevor er zügig in den Startbereich eilt, um beim Zieleinlauf über zehn Kilometer wieder alles im Blick zu haben.

Begonnen hat auch die zwölfte Auflage um 10 Uhr mit den beiden Bambini-Läufen über 380 Meter. Richtig voll wird es kurz darauf schon bei den vier Läufen der Schülerinnen und Schüler. 1100 topmotivierte Nachwuchskräfte sind mit viel Freude und Ehrgeiz dabei, bilden mit ihrem Anhang aus Verwandten und Bekannten einen ganz wichtigen Baustein der Veranstaltung.

Immer beliebter wird auch der Fünf-Kilometer-Volkslauf mit rund 700 Teilnehmern. In 16:48 Minuten gewinnt Heinz van Dongen. "Der Lauf hat richtig Spaß gemacht, auch wenn man sich am Ende beim Überholen noch ziemlich konzentrieren musste", erklärte der Mann vom LT Vynen.

Vorjahressieger Bastian Nitz steigerte seine persönliche Bestzeit zwar auf 17:14 Minuten, hatte gegen den erfahrenen van Dongen aber letztlich keine Chance und musste ihn früh ziehen lassen. "Das war mir eigentlich schon klar, als ich ihn vorher am Start gesehen habe", nahm es das Voerder Nachwuchstalent gelassen hin. Entsprechend gelassen fand sich Nitz mit dem Ehrenplatz ab.

Quelle: RP
 
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