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Lokalsport
Bei Maximilian Reede platzt der Knoten

Lokalsport: Bei Maximilian Reede platzt der Knoten
Nicht aufzuhalten. Rückraumschütze Maximilian Reede hatte gestern eine Sahnetag erwischt und traf gegen die gewiss nicht schwache Deckung des Verfolgers Mettmann Sport gleich zehnmal. Rechts der gestern fünfmal erfolgreiche Steffen Hahn. FOTO: Erwin Pottgiesser
Dinslaken. Handball: Der MTV Rheinwacht Dinslaken untermauert seine Tabellenführung in der Oberliga durch einen 33:20-Sieg über Verfolger Mettmann Sport. Es war das Spiel des baumlangen Maximilian Reede, der mit zehn Toren überragte. Von Bernd Vennemann

Was war Maximilian Reede in der jüngsten Vergangenheit nicht alles angedichtet worden. Von Selbstzweifeln sei er geplagt, mangelndes Selbstvertrauen und nicht ausreichende Fitness waren dem baumlangen Rückraumschützen des MTV Rheinwacht Dinslaken unterstellt worden. Gestern jedoch stellte er seine Kritiker ins Abseits. Mit zehn Toren war der Halblinke Garant für den klaren 33:20 (17:10)-Erfolg seiner Mannschaft über den Tabellendritten Mettmann Sport.

Der Gegner in diesem Spitzenspiel wirkte gestern in der Douvermannhalle nach den noch ausgeglichenen Anfangsminuten gegen eine wie entfesselt aufspielende Dinslakener Mannschaft wie ein Statist. Es war nämlich nicht nur Maximilian Reede, der auf einmal sein bisher in dieser Saison schlummerndes Potenziel abrief. Auch seine Nebenleute lieferten ein Klassespiel ab. Dabei stand Reede gar nicht von Beginn an auf der Platte. Als sich nämlich Rechtsaußen Steffen Hahn in der Anfangsphase den Fuß verdreht hatte, musste er kurz zur Behandlung raus. MTV-Trainer Harald Jakobs stellte die Mannschaft um. Philipp Tuda wechselte auf halbrechts, Spielmacher Nils Kruse kurzzeitig auf die rechte Außenbahn und Reede auf die halblinke Seite.

Schon Reedes ersten Versuche landeten im Mettmanner Tor und danach war der wurfgewaltige Rückraumschütze nicht mehr zu halten. Er profitierte aber auch von der 6:0-Deckung der Gäste, die mit ihren Hacken am Kreis blieben und kaum rausrückten.

"Ich habe bei Max immer ein gutes Gefühl", meinte Harald Jakobs später mit einem Lächeln. Denn auch er freute sich natürlich riesig, dass bei Reede endlich der Knoten geplatzt zu sein scheint. Jakobs sah aber auch, dass seine Abwehr in den ersten Minuten nicht so gut stand, dann aber den Angriff der Gäste mit dem langen Andre Loschinski immer besser in den Griff bekam. "Nachdem wir die Abwehr umgestellt hatten und Max seine Tore genau zum richtigen Zeitpunkt geworfen hatte, lief es bei uns wie geplant", war Jakobs hochzufrieden mit der fast tadellosen Vorstellung seiner Mannschaft.

Nur zweimal (0:1 und 2:3) lag der Tabellendritte gestern in Führung. Dann lief die Angriffsmaschinerie des Spitzenreiters, der zunächst in Marco Banning und in der letzten Viertelstunde auch in Dominik Köller zwei starke Torhüter in seinen Reihen hatten. Und so wurde der Vorsprung Tor um Tor ausgebaut, bereits zur Pause schien beim Stande von 17:10 die Partie gelaufen.

Doch die Gastgeber ließen auch im zweiten Abschnitt nicht nach, bauten die Führung weiter aus und lagen zeitweise mit 14 Treffern vorne. Da konnte es sich Jakobs erlauben, seine erste Sechs auf die Bank zu setzen und allen Spielern noch ausreichend Einsatzzeit zu geben. Da ließ die Qualität zwar leicht nach, doch das nahmen die begeistert klatschenden Zuschauer inj der Schlussphase gerne in Kauf.

MTV: Banning, Köller, d'A*uria (2), Fischer (1), Backhaus (4), Kruse (3/1), Niehoff (2), Jakobs, Jonas Höffner (2), Hahn (5), Reede (10), Niklas Höffner, Körner (1), Tuda (3).

Quelle: RP
 
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