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Lokalsport
Der MTV Rheinwacht kämpft sich beim TV Geistenbeck zum Erfolg

Mönchengladbach. Das 28:25 (10:12) ohne die Bells und Philipp Tuda war ein hartes Stück Arbeit. Coach Jan Mittelsdorf lobte die Einstellung der Mannschaft. Von Bernd Vennemann

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, doch auch über den Kampf kann man ein Spiel für sich entscheiden. Genau so fiel das Fazit aus, das Jan Mittelsdorf nach dem 28:25 (10:12)-Erfolg des Handball-Verbandsligisten MTV Rheinwacht Dinslaken beim TV Geistenbeck in Mönchengladbach zog. Mittelsdorf, Coach der MTV-Reserve, hatte für dieses Spiel die Vertretung von Trainer Burkhard Bell übernommen, dessen Sohn Frederik am Samstag kirchlich geheiratet hatte.

Somit fehlte den Dinslakenern neben dem Trainer auch noch Mittelmann Frederik Bell und Torhüter Niklas Bell. Und da auch Philipp Tuda wegen einer Familienfeier nicht dabei war, lag die ganze Last auf der Mitte beim jungen Bastian Schwengers, der nach den nervenaufreibenden 60 Minuten auch völlig entkräftet auf der Bank hockte.

"Ich bin einfach nur froh und stolz auf diese Mannschaft, die hier den Kampf angenommen hat und dadurch das Spiel in der zweiten Halbzeit für sich entschieden hat", meinte Jan Mittelsdorf, der dabei aber nicht unerwähnt ließ, dass einer seiner Spieler an diesem Abend eine ganz wichtige Rolle gespielt hatte.

Torhüter Simon Kalveram war schon früh in der ersten Halbzeit für den glücklosen Aaron Mertineit zwischen die Pfosten gegangen und hielt den MTV besonders während einiger kritischer Phasen in der zweiten Halbzeit im Spiel. Doch daneben griff eine weitere taktische Maßnahme, die wohl mitentscheidend für den späteren Sieg war. Von Anfang an ließ Mittelsdorf den Geistenbecker Spielmacher und starken Torschützen Timo Hüpperling in Manndeckung nehmen. Hüpperling blieb zwar nicht ganz wirkungslos, doch Torgefahr ging von ihm kaum aus. Allerdings ergaben sich dadurch mehr Räume im Angriff für die anderen beileibe nicht ungefährlichen Akteure der Gastgeber.

Hatte Mittelsdorf über weite Strecken der ersten Halbzeit kaum Wechsel vorgenommen, so war er später dazu einfach gezwungen. Zum einen, weil Florian Körner sich zu Beginn der zweiten Hälfte eine Zerrung in der Oberschenkelmuskulatur zuzog. Aber auch, da das Spiel enorme Kraft gekostet hatte, so dass alle Dinslakener Spieler die eine oder andere Pause benötigten.

In der Anfangsphase wechselte die Führung, die die Geistenbecker aber nach dem 8:5 bis zum Seitenwechsel nicht mehr abgaben. Erst in der 40. Spielminute war der MTV an der Reihe und ging mit 16:15 in Front. Aber erst beim 18:21 wuchs der Vorsprung erstmals auf drei Tore an. Als die Geistenbecker in den Schlussminuten ihre Felle schwimmen sahen, stellten sie auf eine offene Deckung um, in der die Dinslakener jedoch immer wieder ein Lücke zu Toren fanden.

Später meinte ein glücklicher Christoph Enders, der seine wenigen Chancen am Kreis konsequent genutzt hatte, zur Leistung der beiden Schiedsrichternur lapidar: "Da hab ich schon schlimmere Sachen erlebt."

MTV Rheinwacht: Mertineit, Kalveram; Ahls (1), Reede (4), Körner (3/2), Brandscheid, Enders (5), E. Schwengers, B. Schwengers (3), Höffner (3), Jankowski (6), d'Auria (3), Tomke.

Quelle: RP
 
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